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Kein Durchkommen: Bei starken Regenfällen, wie am 1. Juni 2013, kann der Schwillbach die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Hier das Einzugsgebiet des Gewässers östlich der Kreisstraße 4564. Foto: Keller
Kein Durchkommen: Bei starken Regenfällen, wie am 1. Juni 2013, kann der Schwillbach die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Hier das Einzugsgebiet des Gewässers östlich der Kreisstraße 4564. Foto: Keller
27.07.2015

Tiefenbronn will sich gegen die Fluten wappnen

Die Gemeinde Tiefenbronn war in den letzten Jahren mehrfach von Hochwasser betroffen. Der Schwillbach hatte dafür gesorgt, dass in so manchem Keller in den Jahren 2002, 2009 und 2013 Wasser eindrang und die Feuerwehr alle Hände voll zu tun hatte. Nachdem im September vergangenen Jahres die Ergebnisse einer hydrologischen-hydraulischen Untersuchung vorgestellt worden sind, standen nun die Ergebnisse des Gewässerentwicklungsplans auf der Tagesordnung des Gemeinderates.

Diese erneute Untersuchung war nötig, um für Hochwasserschutzmaßnahmen Fördergelder abrufen zu können. Judith Renner vom Büro ALAND in Karlsruhe berichtete, dass der Schwillbach auf Buntsandstein und teilweise auf Kalksandstein liege, wobei er auf Buntsandstein nicht versickern könne. Als Besonderheit führte sie außerdem an, dass der Bach gelegentlich auch trocken falle. Außerdem wurde das Gewässer irgendwann einmal begradigt, wodurch die Fließgeschwindigkeit erhöht ist.

Die bei der Bestandserfassung festgestellte Pestizidbelastung des Wassers führte sie auf teilweise fehlende Gewässerrandstreifen mit Landwirtschaft bis an die Wasserkante zurück. Als weiteres Problem sah sie in einem Abschnitt die Tiefenerosion, gegen die es einen ganzen Maßnahmenkatalog gebe. „Wo Häuser und Grundstücke betroffen sind, muss etwas gemacht werden“, stellte sie fest und zählte dafür beispielsweise das Einbringen von Geschiebe, den Einbau von Sohlschwellen sowie abflussverzögernde und abflussmindernde Maßnahmen im Einzugsgebiet auf.

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