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27.09.2015

Tiefenbronns Gemeinderat diskutiert Modernisierungen der Heizungsanlagen in den Ortskernen

Tiefenbronn. Rathaus Tiefenbronn, Polizeiposten, Bürger- und Kulturhaus Rose und das Rat- und Schulhaus in Mühlhausen: Für diese Gebäude in der Gemeinde Tiefenbronn stehen in den nächsten Jahren Heizungsmodernisierungen an. Sie sind von der Klima- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) hinsichtlich der Varianten zur zukünftigen Wärmeversorgung untersucht worden. „Wir haben die Gebäude zunächst einzeln betrachtet und dann überlegt, ob es möglich wäre, die Wärmeversorgung zusammenzulegen“, erklärte Christoph Thomsen von KEA im Gemeinderat.

Bei der Berechnung erwiesen sich Gasbrennwertkessel mit Sanierungsfahrplan oder eine Holzpelletsanlage als sinnvollste Lösungen. Rathaus und Polizeiposten könnten sogar über ein Nahwärmenetz gemeinsam versorgt werden – am wirtschaftlichsten mit Pellets. Das Weiterführen dieses Nahwärmenetzes zum Bürger- und Kulturhaus Rose und darüber hinaus zur rund 300 Meter entfernt liegenden Gemmingenhalle sei dagegen zu teuer. Für die Rose empfiehlt die KEA stattdessen eine dezen-trale Beheizung mit Gas.

Bei der Anlage des alten Rat- und Schulhauses in Mühlhausen besteht dringender Handlungsbedarf, weshalb dieses Projekt zuerst angegangen werden soll. Die Nachtspeicheröfen lassen sich hier teilweise nicht mehr richtig regulieren. Auch hier empfahl Thomsen, über eine Pelletsheizung nachzudenken. Die Gemeinderäte nahmen die Ergebnisse kritisch unter die Lupe. So wurde unter anderem die Lagermöglichkeit für Pellets im Gebäude in Mühlhausen angezweifelt und auch eine Variante mit moderneren Strom-Heizkörpern wurde vermisst. Gemeinderat Jan-Hendrik Siart (SPD) machte darauf aufmerksam, dass für Pellets ein Kamin gebaut werden müsste – ein Fall fürs Landesdenkmalamt. Das Gremium will nun den Einbau einer Pelletsheizung oder einer Stromheizung für das alte Rat- und Schulhaus prüfen lassen.