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Symbol foto: dpa 

Tierschützer fordern bundesweit einheitliche Regeln zum Wolf

Berlin. Im heftigen Streit um den Abschuss von Wölfen in Deutschland fordern Natur- und Tierschützer bundesweit einheitliche Regeln und mehr Unterstützung für den Schutz von Weidetieren.

Der Herdenschutz sei der Schlüssel im Umgang mit Wölfen, sagte Nabu-Präsident Olaf Tschimpke gestern in Berlin mit Blick auf Rufe, den Abschuss der Tiere zu vereinfachen. Das Thema werde genutzt, um Naturschutz und Landnutzung gegeneinander auszuspielen. Dabei müsse beides miteinander versöhnt werden. Dafür solle das Bündnis aus Nabu, WWF und Bund mit dem Ökologischen Jagdverband und dem Verband der Berufsschäfer stehen, das nun gemeinsame Forderungen vorstellte. Die Verbände fordern unter anderem, dass zusätzlicher finanzieller und personeller Aufwand zum Schutz von Weidetieren vor Wölfen zu 100 Prozent aus öffentlichen Mitteln bezahlt wird – etwa höhere Zäune, Elektrozäune oder Hütehunde. Auffällige Wölfe zu töten – wie teils mehrfach gefordert – müsse dagegen „das letzte Mittel im Einzelfall“ sein. Der Bauernverband DBV sowie der Jagdverband DJV, die deutlich größer sind, lehnten die Forderungen dagegen ab.