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Für einen 17-jährigen Krad-Fahrer kam bei einem Unfall in Gondelsheim jede Hilfe zu spät. Er starb noch am Unfallort an seinen schweren Verletzungen. © www.7aktuell.de/Fabian Geier
11.08.2018

Tödlicher Horrorcrash: 17-jähriger Biker bei Unfall von Auto überrollt

Gondelsheim. Ein 17-jähriger Motorradfahrer erlitt am Freitag kurz vor Mitternacht in Gondelsheim bei einem Unfall so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Nach einem ersten Aufprall auf ein Auto wurde er in den Gegenverkehr geschleudert, wo er dann von einem weiteren Fahrzeug frontal erfasst und überrollt wurde.

Bildergalerie: Tödlicher Unfall: 17-Jähriger von Auto überrollt

Um 23.45 Uhr wollte eine 26-jährige Autofahrerin aus Bretten in Gondelsheim von der Sparbachstraße nach rechts auf die bevorrechtigte Bruchsaler Straße abbiegen. Hierbei übersah sie den auf der Bruchsaler Straße fahrenden 17-jährigen Kradfahrer aus Bruchsal. Der prallte gegen die hintere Tür des Autos der Brettenerin. Dadurch flog der junge Biker auf den Fahrstreifen des Gegenverkehrs  und wurde dort von dem Auto einer 26-jährigen Frau aus Gondelsheim frontal erfasst. Der 17-Jährige blieb unter ihrem Auto liegen.

Aufgeschreckt durch den lauten Knall eilten mehrere Anwohner sofort auf die Straße. Ersthelfer verständigten den Notruf und reagierten geistesgegenwärtig. Sie zogen den eingeklemmten 17-Jährigen unter dem Auto hervor. Die eintreffenden Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, der örtlichen Notfallhilfe und der Feuerwehr Gondelsheim kämpften vor Ort um das Leben des 17-Jährigen. Er wurde über eine halbe Stunde reanimiert. Für den Jugendlichen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Er verstarb schließlich noch an der Unfallstelle.

Die beiden Autofahrerinnen sowie die Ersthelfer erlitten allesamt einen schweren Schock. Sie mussten vor Ort rettungsdienstlich behandelt. Im Anschluss wurden alle zur DRK-Unterkunft verbracht und dort durch Kräfte der Notfallseelsorge betreut.

Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Gondelsheim streuten währenddessen auslaufende Kraftstoffe ab und leuchteten die Unfallstelle aus. Die Polizei war mit sechs Streifenwagen und der Verkehrsunfallaufnahme im Einsatz, um den genauen Hergang dieses Horrorunfalles zu rekonstruieren.

Auch für die Einsatzkräfte war dies kein leichter Einsatz. Im Nachgang zu den Einsatzmaßnahmen wurden hier ebenfalls gemeinsame Gespräche geführt, um das Geschehen besser verarbeiten zu können.

Mit welchen Geschwindigkeiten die Unfallbeteiligten unterwegs waren, wird wohl ein Sachverständiger klären müssen. Der entstandene Gesamtschaden beträgt etwa 16.000 Euro. Während der Unfallaufnahme wurde der Verkehr innerörtlich umgeleitet.