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Zu einem tödlichen Kutschunfall ist es Anfang Februar gekommen.
Zu einem tödlichen Kutschunfall ist es Anfang Februar gekommen. © PZ-Archiv, Bechtle
03.03.2011

Tödlicher Unfall: Kutschen laut Rülke auf Feldwegen erlaubt

NEULINGEN. Anders als Äußerungen der Polizeidirektion Pforzheim unmittelbar nach dem tödlichen Kutschenunfall in Neulingen interpretiert wurden, gibt es laut Pressemitteilung von Hans-Ulrich Rülke, Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion, kein allgemeines Feldweg-Fahrverbot für Pferdekutschen. Das geht aus einer Antwort von Baden-Württembergs Verkehrsministerin Tanja Gönner auf eine Anfrage von Rülke hervor. Anfang Februar war in Neulingen ein Auto auf eine Kutsche geprallt. Dabei kam der Kutschführer ums Leben, eine 50-jährige Frau aus Bretten wurde lebensgefährlich verletzt.

Demnach müssen Feldwege für die Nutzung durch Fahrzeuge, die zum allgemeinen Straßenverkehr zugelassen sind, angelegt sein. Dies schließt Arbeitsmaschinen, Lastwagen und Autos ebenso ein wie zugelassene Pferdekutschen. Bestimmt sind die Feldwege für einen Verkehr mit Tempo 40. Grundsätzliche Fahrverbote gelten für Kutschen nur auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen sowie auf Straßen oder Wegen, die durch das Verkehrszeichen 250 der Straßen-Verkehrsordnung gekennzeichnet sind, das ein Verbot für Fahrzeuge aller Art anzeigt. Weitere Beschränkungen bestehen noch in Naturschutzgebieten, im Wald oder infolge von kommunalen Regelungen.

Rülke sieht nun die Position des Neulinger Bürgermeisters Michael Schmidt bestätigt, der Interpretationen hinsichtlich eines Feldweg-Verbotes für Kutschen früh zurückgewiesen hatte: „Ein solches Verbot bestand nicht und besteht nicht. Ich denke, vor dem Hintergrund dieses tragischen Unglücks ist es schlicht zu missverständlichen Interpretationen der Polizeiaussagen gekommen.“