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Großeinsatz im Seniorenzentrum in Ellmendingen: Eine starke Rauchentwicklung machte eine Evakuierung der Menschen im Trakt des Betreuten Wohnens notwendig. © Meyer
07.01.2014

Topfbrand: Senior schläft, während sein Zimmer verraucht

Keltern-Ellmendingen. In einem Meer aus Blaulicht wurde am Dienstagabend das Seniorenzentrum Keltern im Ortsteil Ellmendingen eingetaucht. Durch schnelles Handeln konnte verhindert werden, dass ein älterer, gehbehinderter und schlafender Mann durch den Rauch eines angebrannten Essens auf dem Herd in Erstickungsgefahr geriet.

Bildergalerie: Topf brennt: Seniorenzentrum Keltern evakuiert

Kurz vor 20 Uhr meldete die automatische Brandmeldeanlage Rauch im Trakt des Betreuten Wohnens. Noch während die ersten Feuerwehrmäner unterwegs waren, kam der Anruf aus dem Seniorenzentrum des Evangelischen Diakonissenvereins Siloah, dass es im Bereich der acht betreuten Wohnungen eine starke Rauchentwicklung gebe. Das hatte einen sofortigen Großeinsatz zur Folge, an dem die Gesamtwehr Keltern ebenso beteiligt war wie die Freiwilligen Feuerwehren aus Birkenfeld und Straubenhardt sowie 15 DRK-Helfer, drei Rettungswagen und ein Notarzt.

Während der Mann, der sein Essen auf dem Herd vergessen hatte und eingeschlafen war, von seinen Rettern geweckt und wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden musste, konnten die sieben anderen Bewohner des Trakts von DRK-Kräften und Hauspersonal evakuiert und betreut werden. Sie durften später am Abend nach Durchlüftungsmaßnahmen der Feuerwehr wieder in ihre Wohnungen zurück.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Manfred Wankmüller aus Neuenbürg und Kelterns Bürgermeister Steffen Bochinger zeigten sich vor Ort erleichtert über den glimpflichen Ausgang des Brandes. Während der Lösch- und Evakuierungsmaßnahmen musste die Ellmendinger Ortsdurchfahrt von der Polizei für den verkehr gesperrt werden. Über die Schadenshöhe ist noch nichts bekannt.