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Der Tatort in Grunbach: Auch ein viertel Jahr nach der Beziehungstat sind an dem Haus in einer ruhigen Wohnstraße noch Spuren der Ermittlungen und der Trauer zu sehen. Die Staatsanwaltschaft Pforzheim gegen einen 32-Jährigen Anklage wegen Totschlags an seiner Partnerin erhoben. Der Fall geht vor die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Karlsruhe. Foto: Ketterl
Der Tatort in Grunbach: Auch ein viertel Jahr nach der Beziehungstat sind an dem Haus in einer ruhigen Wohnstraße noch Spuren der Ermittlungen und der Trauer zu sehen. Die Staatsanwaltschaft Pforzheim gegen einen 32-Jährigen Anklage wegen Totschlags an seiner Partnerin erhoben. Der Fall geht vor die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Karlsruhe. Foto: Ketterl
26.07.2016

Totschlagsanklage gegen Lebensgefährten

Engelsbrand-Grunbach. Vier Monate nach dem Tod einer Grunbacherin ist die Justiz am Zug. Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen den Partner des Opfers. Der Mann, der die tödlichen Schläge einräumt, muss sich wegen Totschlags vor dem Schwurgericht verantworten.

Die Ermittler haben ihre Arbeit getan, die Staatsanwaltschaft Pforzheim hat die Akten in den vergangenen Wochen durchgearbeitet. Nun geht die Aufarbeitung des gewaltsamen Todes einer 33-Jährigen, die am 9. April tot in ihrer Wohnung in Grunbach aufgefunden worden war, vor dem Landgericht Karlsruhe weiter. Bei der dortigen Schwurgerichtskammer hat die Staatsanwaltschaft gegen den 32-jährigen Partner des Opfers Anklage wegen Totschlags erhoben. Von Anfang an waren die Ermittler nicht einem Mord-, sondern einem Totschlagsverdacht nachgegangen.

Für die Anklagebehörde hat sich folgendes bereits in der Nacht vom 4. auf 5. April in dem Haus in einer Grunbacher Wohnstraße zugetragen: Das Paar habe sich zunächst gestritten. Nach der verbalen Auseinandersetzung habe der Mann seiner Partnerin Schläge auf den Kopf und ins Gesicht versetzt. Die müssen so heftig gewesen sein, dass sie zu inneren Verletzungen und schließlich zum Tod der Frau führten. Der 32-Jährige habe ihren Tod billigend in Kauf genommen, sagt Staatsanwalt Bernhard Ebinger, zuständig für Presseauskünfte seiner Behörde. Der Mann habe die Tat eingeräumt – nicht aber, dass er die schweren Folgen abgesehen hätte.

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