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26.12.2016

Trägerverein enttäuscht über geplatzten Remchinger Pflegeheim-Vergleich

Remchingen. Im Streit um die Trägerschaft des Remchinger Altenpflegeheims legt der Diakonische Trägerverein, dem der Gemeinderat vergangenen Donnerstag sicherheitshalber noch einmal gekündigt hatte, noch einmal mit seinen Argumenten nach. Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon hatte den Räten geschildert, der Verein habe einem Vergleich trotz Entgegenkommens der Gemeinde widersprochen. Über die Gründe des Vereins habe er dabei aber geschwiegen, heißt es in einer Mitteilung von Verwaltungsräten.

Zum einen hätten Bürgermeister oder sein Stellvertreter nicht persönlich Vergleichsverhandlungen vor dem Landgericht Karlsruhe geführt. In der Sache führt der Trägerverein weiterhin aus, über die Jahre versehentlich bis zu 2,8 Millionen Euro zu viel Pacht bezahlt zu haben, während die Gemeinde davon ausgeht, dass der Verein Remchingen rund 460.000 Euro an Pacht und rund 70.000 Euro für Heizkosten schulde.

Der Verein führt aus, dass er auf die eigenen Forderungen weitgehend verzichtet hätte. Nicht akzeptieren habe man wollen, dass die Gemeinde eine 450.000-Euro-Zuwendung des Vereins nicht zweckgebunden für eine Pflegeheimerweiterung habe festlegen wollen. Das Geld habe in eine Rücklage im Gemeindeetat fließen und auch nicht in vollem Umfang an den Verein zurückgehen sollen, falls die Erweiterung nicht käme. Der Trägerverein wirft der Gemeinde vor, an einem wirklichen Vergleich nicht interessiert zu sein. Den selben Vorwurf macht die Gemeinde dem Verein.