Unfall Bretten
Das Auto, das an dem Unfall in Bretten beteiligt war, hat nach Polizeiangaben keine technischen Mängel. 

Tragischer Unfall in Bretten: Auto war technisch in Ordnung

Bretten. Nach dem tragischen Unfall, bei dem am vergangenen Montag eine 34 Jahre alte, fünffache Mutter ums Leben kam, als ein 88-jähriger Mann auf einem Supermarkt-Parkplatz in Bretten rückwärts ausparken wollte und die Frau und ihre beiden Kinder erfasste, gibt es nun neue Erkenntnisse eines Sachverständigen zur Unfallursache.

Wie die Karlsruher Polizei auf PZ-Anfrage berichtet, kann ein technischer Mangel am Fahrzeug als Unfallursache ausgeschlossen werden. „Das Unfallfahrzeug hat nach Einschätzung des Gutachters einwandfrei funktioniert“, sagt Ralf Minet, Pressesprecher der Polizei Karlsruhe. Es handele sich, wie vermutet, um einen Renault mit Automatikgetriebe. Das Fahrzeug sei behindertengerecht umgebaut, der 88-Jährige ist schwerbehindert.

Auch sind in den vergangenen Tagen insgesamt sechs Zeugen des tragischen Unfalls ausfindig gemacht und vernommen worden. Der Unfallverursacher selbst schweigt nach wie vor zu den dramatischen Geschehnissen auf dem Parkplatz. Er war am vergangenen Montagnachmittag rückwärts aus einer Parklücke gefahren und hatte dabei die 34 Jahre alte Frau erfasst. Sie konnte sich wieder aufrichten, als er ein zweites Mal zurück setzte. Dadurch wurde die Frau zwischen zwei Autos eingeklemmt und starb später im Krankenhaus. Ihre zweijährige Tochter wurde lebensgefährlich verletzt, der Säugling erlitt nur leichte Verletzungen.

Nach Polizeiangaben will der Gutachter sich nun auch mit den Rechtsmedizinern besprechen, bevor er, vermutlich in den nächsten Tagen, zu einem endgültigen Fazit kommt.

Falls dem 88-Jährigen ein Verschulden des Unfalls eindeutig nachgewiesen werden kann, muss er mit einem Verfahren wegen fahrlässiger Tötung rechnen.