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Gemütlich zogen die Traktoren ihre Runde durch alle Straubenhardter Ortsteile. Die Autofahrer nahmen es gelassen. Ganzhorn 
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Für Musik war gesorgt. 
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Es herrschte beste Stimmung. 

Traktoren tuckern im Tross: Parade fährt durch Straubenhardt und sorgt für Stimmung

Straubenhardt. Oh Herr, schenk mir Geduld – aber schnell! Das wird sich am Samstag so mancher Autofahrer in Straubenhardt gedacht haben. Denn eine aus mehr als 70 Fahrzeugen zusammengesetzte Traktorkolonne wand sich wie ein Lindwurm durch jeden Ortsteil der Gemeinde.

Anlässlich des 20. Geburtstags der Schlepperfreunde Straubenhardt hatten sich Mitglieder und weitere Bulldog-Begeisterte zu einer Traktorparade zusammengefunden, die weder zu übersehen noch zu überhören war.

Eine Stunde vor Start trafen die ersten Fahrzeuge an der Schwanner Warte ein. Herausgeputzt und mit Blumen und Getreide geschmückt, füllten sie den Waldweg. Ob Ferguson, Lanz, Hanomag, Fendt, Güldner, MAN, Eicher, Porsche, Kramer oder John Deere – alle waren mit von der Partie. „Wir sind extra aus Weil der Stadt gekommen“, erzählt Familie Riexinger. Das „Cabrio“ ihres Mannes, ein 54er Deutz, hätte aber aufgrund der langen Anreise leider zu Hause bleiben müssen, bedauert die Ehefrau.

Musik und Fähnchen

Auf einem Anhänger hat eine originelle kleine Blasmusikcombo im Trachtenoutfit Platz genommen. Tuba, Akkordeon und Schlagzeug wollen gerade loslegen, da setzen sich die ersten Traktoren in Bewegung. Blauer Rauch steigt in den ebenso blauen Himmel. Motoren knattern. Der Tross setzt sich so lautstark in Bewegung, dass die Musiker nur noch optisch wahrzunehmen sind. Es geht Richtung Rathaus in Schwann. Als die ersten Traktoren den Kreisverkehr erreichen, biegen ihre letzten Artgenossen Hunderte Meter weiter oben auf die Dobler Straße ein. Zahlreiche Zuschauer säumen bereits die Wegstrecke. Es wird hin und her gewunken. Dank der guten Organisation der Schlepperfreunde finden sich an sämtlichen Kreuzungen und Kreisverkehren Helfer, die für die Sicherheit sorgen. Denn obwohl ein Großteil der Strecke über Wiesen und durch Wälder führt, so tuckern die Traktoren doch auch durch alle Orte und über sämtliche Hauptstraßen. Schön, dass sich dann nahezu alle Autofahrer als verständnisvoll erweisen. Sie lachen sogar, winken aus den Fenstern. In Ottenhausen werden die Landwirtschaftsmaschinen gar mit geschwenkten Deutschlandfahnen begrüßt. „Überwältigend, wie viel Anteil die Bevölkerung an der Ausfahrt genommen hat“, freut sich Schlepperfreund Armin Wiedmann, bei der Ankunft auf dem Biobauernhof Reiser. Nach zwei Stunden Gaudi klingt die Veranstaltung dort gemütlich aus.