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Gefiederter Nachwuchs im Schwanensee: Die Küken werden zum Anziehungspunkt für viele Besucher des Kurparks. Foto: Knöller
Gefiederter Nachwuchs im Schwanensee: Die Küken werden zum Anziehungspunkt für viele Besucher des Kurparks. Foto: Knöller
20.05.2019

Trauerschwäne im Familienglück: Küken im Bad Wildbader Schwanensee erfreuen Besucher

Bad Wildbad. Leises Piepsen ist seit kurzem aus dem Schwanensee zu hören. Vier kleine Küken erblickten vor drei Wochen in dem großen Teich des Kurparks von Bad Wildbad das Licht der Welt. Unsicher folgen die Kleinen im Wasser stets ihren stolzen Eltern, damit sie bald zu selbstbewussten Jungtieren heranwachsen können.

Bad Wildbads Kurpark mit seinem idyllischen Biotop für die Entenvögel ist bereits seit 13 Jahren die Heimat zweier Australischer Trauerschwäne, die auch vor zwei Jahren erfolgreich drei Küken zur Welt brachten. In diesem Frühling hat es wieder geklappt: Nach etwa 35 Tagen Brutzeit schlüpften die vier Nesthäkchen aus den Eiern.

Doch der kalte Mai wurde dem gefiederten Nachwuchs schnell zum Verhängnis. Zwei der vier Küken konnten der schlechten Witterung und dem anhaltenden Frost körperlich nicht standhalten, so dass sie nach kurzer Zeit verstarben. „Zwei waren von Anfang an schwächer“, erläutert Dorothee Rath, Kurgärtnerin und Betreuerin des Schwanen- und Ententeiches. Die Tierfreundin betont, die ersten 14 Tage nach der Geburt der kleinen Schwäne seien immer kritisch für die Tiere. „Zuerst versuchten wir noch, sie wieder aufzupäppeln, aber ihr Flaum war einfach zu durchnässt“, bedauert die engagierte Helferin.

Die beiden anderen Jungtiere haben die erste heikle Lebensphase bereits überwunden und Rath hofft, dass ihre Schützlinge auch weiterhin glücklich im Schwanensee aufwachsen. Mit liebevollem Engagement versorgt die Tierliebhaberin die Kleinen mehrmals täglich mit speziellem, kräftigenden Futter. Bis zum Herbst oder nächsten Frühjahr bleiben die jungen Schwäne in ihrem familiären Umfeld, bevor eine neue Heimat gefunden wird. Da in Bad Wildbad der Platz nicht ausreicht, wurden aufgezogene Tiere aus dem Kurort im Schwarzwald bereits an den Kölner Zoo oder den Vogelpark Hassloch abgegeben. Rath ist es besonders wichtig, Gewissheit zu haben, dass ihre kleinen gefiederten Freunde in ihrer neuen Umgebung auch ideal versorgt werden.

Mehr lesen Sie am Dienstag, 21. Mai, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.