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Derzeit wird die Rathausfassade in Illingen gerichtet.  Foto: Prokoph/Archiv 

Trotz Corona: Illinger Haushalt bleibt wohl schuldenfrei

Illingen. Es sind, gerade in diesen Tagen, keine selbstverständlichen Nachrichten: Der Gemeinde Illingen geht es trotz der Corona-Pandemie recht gut. Die Kommune kann daher auch 2021 mit Investitionen planen.

In der vorangegangenen Sitzung hat Bürgermeister Harald Eiberger seine äußerst ausführliche Rede zum Haushalt auch mit persönlichen Erkenntnissen und Befindlichkeiten gespickt. In der Sitzung am Dienstagabend folgte nun Teil II der Haushaltsrede, die Eiberger diesmal deshalb so ausführlich hielt, weil er, wie er sagte, bei der Einbringung des Haushaltsplans 2020 von den Fraktionsvorsitzenden kritisiert worden war, dass er nichts gesagt hat.

„Sie hätten vermutlich auch ohne Eibergers Wort zum Sonntag gewusst, in welche Richtung das Gemeindeschiff, das, wenn es nach uns geht, auch 2021 schuldenfrei bleiben soll, steuern soll“, sagte der Gemeindechef am Schluss seiner Fleißarbeit. Anhand der Haushaltszahlen für 2021 kann sich Illingen seiner hohen Investitionen wegen durchaus sehen lassen, obwohl mit einem Verlust von rund drei Millionen Euro gerechnet wird. Allein rund 1,9 Millionen Euro davon machen die Abschreibungen auf bestehende Gebäude und Wirtschaftsgüter aus, die nach dem System „Doppik“ nun angesetzt werden müssen.

Der Rest des Verlustes wurde als Kreisumlage geschätzt, die noch nicht feststeht. Rund 18 Millionen Euro ordentlichen Erträgen stehen im kommenden Jahr 21 Millionen ordentliche Aufwendungen entgegen. Steuern und Gebühren sollen in 2021 nicht angehoben werden. Als liquide Mittel – so werden die früheren Rücklagen nun im System „Doppik“ bezeichnet – bleiben Ende 2021 noch rund 4,5 Millionen Euro übrig. Kreditaufnahmen sind nicht vorgesehen.

Als größte Investitionen in 2021 weist der Haushalt folgende Posten aus: 550 000 Euro von den insgesamt 1,1 Millionen Euro Kosten als Restbetrag für die Schützinger Festhalle, rund 500 000 Euro für den Breitbandausbau sowie rund 376 000 Euro für die Sanierung der Stromberghalle. Der neue Damm an den Klosterseen steht mit rund 300.000 Euro Kosten zu Buche und für den Hochwasserschutz sind 120 000 Euro angesetzt. Für den Neubau des Schützinger Feuerwehrhauses wurden Planungskosten in Höhe von rund 130.000 Euro eingestellt, sowie rund 135.000 Euro für zwei neue Feuerwehrfahrzeuge. Und für den Katastrophenschutz sind rund 169 000 Euro vorgesehen, was vom Gemeinderat allerdings noch beschlossen werden muss.

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