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Freut sich aufs Jubiläums-Symposium: Martin Ehlers, der Geschäftsführer des Instituts für Sportgeschichte in Maulbronn.  Foto: Fotomoment 

Trotz Corona: Institut für Sportgeschichte in Maulbronn vielfach aktiv

Maulbronn. Im Sport ist seit dem Frühjahr vergleichsweise wenig los. Die Aktivitäten des Instituts für Sportgeschichte in Maulbronn, das ganz allgemein eher im Hintergrund wirkt, ruhen aber keineswegs. Ungeachtet der Corona-Pandemie war Geschäftsführer Martin Ehlers vorige Woche für eine Veranstaltung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen (DAGS) in München. „Gipfelglück. Natur und Sport im Museum“ lautete das Thema. Ehlers übernahm die Moderation des dreiteiligen Abschnitts „Aufgaben und Gestaltung eines Natur- und Sportmuseums“. Auch Heike Felchle und Markus Friedrich vertraten das Institut.

„Als Vorstandsmitglied der DAGS war ich die beiden Tage mit dabei, da am ersten Tag die Vorstandssitzung, dann die Mitgliederversammlung und schließlich das Symposium stattfanden. Wir sind in der DAGS seit deren Gründung im Jahr 2003 in Köln ein gut aufgestelltes Netzwerk im Bereich der Sportgeschichte und können gegenseitig von den darin organisierten Personen und Institutionen profitieren“, berichtet Ehlers. Der Austausch sei „spannend“ gewesen, ohnehin behandle man Sport- immer auch als Kulturgeschichte.

Beispielhaft für Letzteres steht auch das kürzlich im J. S. Klotz Verlagshaus Neulingen erschienene Buch „Deutsche Sportgeschichte in 100 Objekten“. In einem der Beiträge schreibt Ehlers ausgehend von einer Lithographie über den bereits 1824 von Seminaristen angelegten Turnplatz im Kloster Maulbronn.

„Workshop für Jubiläumsvereine und Vereinsarchive“ trotz Pandemie geplant

Zurück in die Gegenwart: Der stets im Herbst angebotene „Workshop für Jubiläumsvereine und Vereinsarchive“ ist trotz Pandemie geplant. Nicht absagen, lieber neu planen – so könnte ein dazu passendes Motto lauten. Die Wochenendveranstaltung, die für 7./8. November vorgesehen ist und bei der es darum geht, wie man historische Quellen nutzt, ein Archiv aufbaut und eine Festschrift erstellt, soll dieses Mal im Saal der Feuerwache Maulbronn stattfinden. Damit verbunden ist das Ziel, „die Abstände zwischen den Teilnehmenden einhalten zu können“.

Über die bereits 13 Anmeldungen freut sich Ehlers, zumal es maximal 15 Teilnehmer werden sollen. Natürlich hat ja auch Ehlers, der hauptsächlich Stadtarchivar ist, im Blick, dass eine veränderte Infektionslage noch kurzfristig zu Beschränkungen führen kann. Da gilt es mehr denn je, mit Bedacht zu planen. Einen dritten Anlauf für die Mitgliederversammlung soll es im Februar 2021 geben. Ist eine Zusammenkunft möglich, stehen auch Wahlen an.

Ralf Kohler

Ralf Kohler

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