nach oben
Nach der gemeinsamen Planung geht es für die Enzkreis-Mitarbeiter Matthias Bohne, Jürgen Pilz und Martin Beer (ab Dritter von links) mit dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft Gerhard Gay, Markus Baumann, Jürgen Schneider, Gerhard Roth sowie Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon (von links) an die Umsetzung der Flurbereinigung.  Zachmann
Nach der gemeinsamen Planung geht es für die Enzkreis-Mitarbeiter Matthias Bohne, Jürgen Pilz und Martin Beer (ab Dritter von links) mit dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft Gerhard Gay, Markus Baumann, Jürgen Schneider, Gerhard Roth sowie Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon (von links) an die Umsetzung der Flurbereinigung. Zachmann
13.03.2019

Über Feld und Flur: Startschuss für die Nöttinger Flurbereinigung

Remchingen-Nöttingen. Die Nöttinger Gemarkung kennen Jürgen Pilz, Martin Beer und Matthias Bohne fast so gut wie ihre Westentasche. Schließlich planen der leitende Ingenieur und seine Kollegen vom Landratsamt seit 2009 die Umsetzung der dortigen Flurneuordnung.

Wie berichtet, kam das Verfahren ins Rollen, nachdem der A 8-Ausbau inklusive Ausgleichsmaßnehmen 25 Hektar Land geschluckt hatte. Um große Enteignungen weniger Besitzer zu vermeiden, wird die Maßnahme auf 870 Eigentümer von knapp 3000 Grundstücken auf einer Fläche von 843 Hektar in Nöttingen und 27 Hektar am Wilferdinger Randbereich umgelegt. Rund die Hälfte der Fläche ist Wald, der unberührt bleibt. Gleichzeitig stehen der Gemeinde durch Kauf und Verlegung Flächen für den Hochwasserdamm und die Ortsteilverbindungsstraße zur Verfügung.

Im Sommer 2019 geht es an die Umsetzung des beschlossenen Wege- und Gewässerplans. Zu den größten Neuerungen gehören ein Geh- und Radweg entlang der Kreisstraße an Darmsbach vorbei, die Ertüchtigung zweier Brücken sowie – je nach Ausgang der politischen Diskussion – eine Gehölz-Leitstruktur zur geplanten Grünbrücke über die A 8 oder ein neues Streuobstareal.

Durch Zusammenlegung der Flurstücke und Verlängerung der Schläge soll eine effizientere Bewirtschaftung ermöglicht werden. Das Eigentum ist trotz der Feldbereinigung in der Nachkriegszeit durch Realteilung stark zersplittert. Jeder Eigentümer soll gegen 2024 durch Neuzuteilung und Zusammenlegung kleinerer Flurstücke ein wertgleiches Grundstück bekommen oder nahezu sein altes behalten können. Zuvor gibt es ab etwa 2022 ein ausgiebiges Anhörungsverfahren, bei dem jeder auf dem Rathaus seinen Zuteilungswunsch äußern kann.

Über Maßnahmen des Wege- und Gewässerplans sowie die nächsten Schritte wird in einer Veranstaltung am Mittwoch, 20. März, ab 19 Uhr in der Kulturhalle informiert. Eingeladen sind alle Interessierten. Details und Pläne gibt es online unter www.lgl-bw.de/3443

Mehr lesen Sie am 14. März in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.