nach oben
14.10.2018

Überregionaler Anlauf für mehr Wohnungen

Enzkreis/Kreis Calw/Pforzheim/Karlsruhe. Die Regionalverbände Nordschwarzwald und Mittlerer Oberrhein arbeiten nicht nur beim Bahnverkehr Hand in Hand (die PZ berichtete). Sie wollen auch Wohnraumnöte künftig zusammen unter die Lupe zu nehmen.

Bis 2020 bestehe in Baden-Württemberg ein Bedarf von jährlich 65000 Wohnungen, sagte Tobias Koch von der Prognos AG den Regionalräten bei der gemeinsamen Ausschusssitzung in Bad Herrenalb. Der Nordschwarzwald will nächstes Jahr die eigene Situation mit einem Gutachten beleuchten. Im Mittleren Oberrhein ist man da einen Schritt weiter. Die Studie „Wer wohnt wie“ habe 2007 dank der hohen Beteiligung von 6000 Haushalten sehr genaue Daten und Erkenntnisse geliefert, sagte Verbandsdirektor Gerd Hager. Drei Punkte seien den Einwohnern besonders wichtig: „Gefragt ist vor allem Wohneigentum, die Wohnung soll außerdem nahe dem Arbeitsplatz sein, und sie muss Änderungen gerecht werden, wenn zum Beispiel Kinder ausziehen.“ Schnell lasse sich Wohnraum jedoch nicht schaffen, so Hager: „Für diese Aufgabe brauchen wir Wohnbauunternehmen.“ Die Geschäftsstellen der Regionalverbände sollen ihre Untersuchungen über Möglichkeiten, mehr Wohnräume zu schaffen, zusammenführen. So hoch der Wohnungsbedarf sei, so dürfe nach Versäumnissen der Politik die Schuld nicht den Kommunen in die Schuhe geschoben werden, sagte Regionalrat Ulrich Bünger (Freie Wähler).