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27.11.2015

Um Fördermittel für Bauschlott ist es schlecht bestellt

Um den Einkaufmarkt in Bauschlott erweitern zu können, müssen die benachbarten Tennisplätze verlegt werden. Landschaftsarchitekt Edgar Schwab legte jetzt dem Neulinger Gemeinderat die Ausführungsplanung für die neue Tennisanlage im Gewann „Kändel“ vor, der zugestimmt wurde. Die notwendigen Haushaltsmittel werden 2016 zur Verfügung gestellt. Ohne Vereinsgebäude betragen die Kosten für die vier Tennisspielfelder und die notwendigen Parkplätze etwa 580 000 Euro.

Für den Bau der Tennisanlagen gibt es für die Gemeinde weder aus dem Ausgleichsstock noch aus der Sportförderung Zuschüsse. Wie Ortsbaumeister Ralf Kilgus weiter erklärte, ist nach Rücksprache mit dem Badischen Sportbund eine Sportförderung über den Tennisverein direkt ebenfalls unwahrscheinlich, da die Platzverlegung nur aufgrund der Erweiterung des Einkaufsmarktes erfolgt. Auch müsste der Tennisverein selbst Bauherr sein und einen Eigenanteil an den Baukosten von 25 Prozent tragen.

Die Planung des Vereinsgebäudes befinde sich noch in Abstimmung mit dem Tennisverein. Es solle so aufgebaut werden, dass auch eine Modulbauweise der Firma Yves Cougnaud aus der französischen Partnergemeinde Le Poiré-sur-vie möglich ist. Mit Blick auf die Lieferengpässe bei Wohncontainern für Asylbewerber ist auch der Enzkreis mit dieser Firma im Gespräch (PZ berichtete). Die Bauarbeiten für die Tennisanlage werden jetzt ausgeschrieben. Im Mai/Juni 2016 soll mit der Neuanlage begonnen werden.

Der Gemeinderat stimmte auch der Ausführungsplanung für die Sanierung des Rasenspielfeldes und des Kleinspielfeldes in Bauschlott zu. Das Rasenspielfeld erhält einen neuen Aufbau, eine Schlitzdrainage, eine Beregnungsanlage und eine neue Alubarriere. Außerdem werden die Trainerunterstände auf die Ostseite des Spielfeldes verlegt. Das Kleinspielfeld bleibt in der Abgrenzung gegenüber dem erweiterten Einkaufmarkt in seiner Größe erhalten. Der Boden wird 30 Zentimeter tief abgetragen, um einen Kunststoffaufbau Typ B mit Granulat einbringen zu können. Die Sanierungskosten belaufen sich beim Rasenspielfeld auch 314 000 Euro und beim Kleinspielfeld auf 220 000 Euro. Zuschüsse sind voraussichtlich nicht zu erwarten.