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In Calw wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 131 Stundenkilometern gemessen.
In Calw wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 131 Stundenkilometern gemessen. © Symbolbild dpa
10.02.2019

Umgestürzte Bäume und Schilder: So wehte Sturmtief "Uwe" durch die Region

Pforzheim/Enzkreis/Kreis Calw. Das Sturmtief „Uwe“ hat die Region am Sonntag ordentlich durchgerüttelt. Der Deutsche Wetterdienst hatte vor Unwettern und im Schwarzwald vor Orkanböen gewarnt. Doch Pforzheim, dem Enzkreis und dem Kreis Calw blieben weitestgehend verschont.

Wie Feuerwehr und Polizei am Abend mitteilten, sei der Tag weitgehend ruhig verlaufen. Eine Ausnahme bildete Calw: Dort wurden Windgeschwindigkeiten von 131 Stundenkilometern gemessen und ein Blechdach eines Kindergartens beschädigt. Dabei entstand ein Schaden von rund 30.000 Euro. Augenzeugen berichteten, dass das Dach durch den Sturm wie eine Fischdose aufgerollt wurde und drohte, auf die Straße zu stürzen. Weitere größere Einsätze blieben aber aus.

In Pforzheim sowie im Enzkreis und Kreis Calw konnten laut der Polizei einige Bäume dem Sturm nicht standhalten. Kleinere Straßen mussten zeitweise gesperrt werden. Außerdem fielen einige Verkehrszeichen um. Verletzt wurde laut Auskunft von Polizeisprecher Ralf Schmidt niemand, auch ein größerer Sachschaden blieb aus.

Im gesamten Gebiet des Polizeipräsidiums Karlsruhe gab es einer Mitteilung zufolge am Abend 66 sturmbedingte Einsätze, zehn davon in Pforzheim und dem Enzkreis, acht im Bereich Nagold und Calw.

Zeitweise war in einigen Gemeinden am Abend der Strom ausgefallen, unter anderem in Engelsbrand, Bieselsberg, Kapfenhardt und Schömberg. Der Stromausfall stand aber laut Aussage des zuständigen Energieunternehmens nicht mit dem Sturm in Verbindung. Gegen 20 Uhr flachte der Sturm merklich ab, in der Nacht zum Montag ließ er schließlich wieder richtig nach.