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Rasante Gardeauftritte waren beim Fasching der Singener Spaßvögel in der Remchinger Kulturhalle geboten.   Roller
Rasante Gardeauftritte waren beim Fasching der Singener Spaßvögel in der Remchinger Kulturhalle geboten. Roller
01.02.2016

Umjubelter Auftritt der Tanzgarden in Remchingen

Gleich zwei Mal hieß es am Wochenende in der Remchinger Kulturhalle „Spaßvögel – Helau“, denn beim Kinderfasching sowie beim Bürgertreff sorgte die Singener Karnevalsgesellschaft für gute Stimmung unter den Gästen. Fast aus allen Nähten geplatzt wäre die Kulturhalle, als rund 400 Kinder mit ihren Eltern drei Stunden lang eine große Party feierten, bei der sich die Kleinen mit ihren Kostümen mächtig ins Zeug gelegt haben.

Kunterbunt mischten sich Prinzessinnen unter Hexen, traten Cowboys im Duell gegen Indianer und Ninjas an. Superhelden in Uniformen waren genauso vertreten wie Fußballspieler in ihren Trikots, Bienen machten Tigern Konkurrenz und die Haare hatten nicht nur alle Farben, sondern standen auch in sämtliche Richtungen. „Ob groß, ob klein, ob dick, ob dünn, endlich ist Fasching und das Leben hat wieder einen Sinn“, dichtete das Kinderprinzenpaar Mara und Tom.

Beim Kinderfasching wollten die beiden Regenten nur fröhliche Gesichter sehen und forderten: „Die Miesepeter sollen in den Keller gehen“. Damit Langeweile gar nicht erst aufkam, hatten sich die Organisatoren Melinda Gulyas, Michelle Fromm, Madita Wenz und Melita Braunschweig kurzweilige Spiele ausgedacht. Vom Publikum lautstark angefeuert, drückten sich die Kinder gegenseitig blitzschnell Gummibärchen in die Hand, versuchten mit Golfschlägern, Taschentuchpackungen in Eimer zu schießen und natürlich durfte die Reise nach Jerusalem nicht fehlen.

Nicht weniger ausgelassen ging es beim Bürgertreff zu, das die Spaßvögel zusammen mit der Gemeinde Remchingen auf die Beine stellten. Eine Zusammenarbeit, die sich bewährt habe, wie Präsidentin Sarah Sebastian in ihrer Begrüßung befand. Eine ganz besondere Aufgabe kam Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon zu, der im Publikum nach den ältesten Besuchern Ausschau hielt. Fündig wurde er bei Else Fahrer, die mit 101 Jahren einen neuen Rekord aufstellte. Bei den Herren war Werner Leber mit 83 Jahren zwar vermutlich nicht der Älteste, aber, weil sich sonst niemand meldete, der mit Abstand Mutigste. „Meine Frau und ich sind jedes Jahr da“, erzählte er. Ein Orden ging auch an Brigitte Göttel, die extra aus Ettlingen-Bruchhausen angereist war und damit den weitesten Weg hatte. Zu den Spaßvögeln war sie wegen ihrer Freundin Emmy Bachmann gekommen, die als Büttenrednerin beim Programm mitwirkte und sich lautstark über das angeblich starke Geschlecht echauffierte.

Allerlei Weisheiten hatten die Wilferdinger Waschweiber Monika Foemer und Helene Schwarz im Gepäck, die nicht ohne einen Seitenhieb auf ihren Bürgermeister auskamen, der momentan mit starken Widerständen zu kämpfen hat: „Unser Bürgermeister muss sich fühlen wie ein Elektriker auf dem Hochspannungsmast“.

Richtig voll auf der Bühne wurde es beim umjubelten Auftritt der kleinen Garde. Zurück in die Siebziger ging es mit den Blues Brothers Ralf Morlock und Friedhelm Leonhardt. Durchs Programm führte Herbert Milich.