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Der Wolf aus dem Nordschwarzwald ist wieder in Erscheinung getreten. Das hat nun das Senckenberg-Institut bekanntgegeben. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa-Archiv
Der Wolf aus dem Nordschwarzwald ist wieder in Erscheinung getreten. Das hat nun das Senckenberg-Institut bekanntgegeben. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa-Archiv
23.05.2019

Umweltministerium bestätigt: Sommerberg-Schaf von Wolf gerissen

Aus der Ahnung wird Gewissheit: Das am 7. Mai auf dem Bad Wildbader Sommerberg tot aufgefundene Schaf ist von dem im Nordschwarzwald lebenden Wolf mit der offiziellen Bezeichnung „GW 852 m“ gerissen worden. Dies hat die genetische Untersuchung des Senckenberg-Instituts von Rissabstrichen ergeben, wie das Umweltministerium in Stuttgart am Donnerstag mitgeteilt hat.

Nachdem nur wenige Tage vor dem Riss der Wolf auf einer Wildwiese auf dem Sommerberg durch eine Wildkamera abgelichtet wurde, gilt das Ergebnis der genetischen Untersuchung in Bad Wildbad lediglich als Bestätigung. „Für mich ist es keine Überraschung, dass der Wolf hier ist“, so der zuständige Revierförster Andreas Wacker. Das Auftauchen des Raubtieres auf dem Bad Wildbader Hausberg nimmt Wacker gelassen: „Wir wissen, dass der Wolf schon seit einem Jahr in unserer Gegend ist“. Dass er Dauergast in unmittelbarer Nachbarschaft von Hängebrücke oder Baumwipfelpfad wird, davon geht der Revierförster nicht aus: „Das Tier durchstreift ein riesiges Gebiet. Es wird nicht ständig auf dem Sommerberg sein“. Wacker stuft die Situation darum als unproblematisch ein. „Meine Arbeit auf dem Sommerberg wird das Auftauchen des Wolfes nicht verändern.“

Wie in allen bisherigen Fällen von Wolfsrissen im Land waren die angegriffenen Schafe beim Sommerberghotel nicht wolfssicher eingezäunt, wird seitens des Umweltministeriums unterstrichen. Gleichwohl werde der Eigentümer des getöteten Tieres „unbürokratisch entschädigt, auch für das seit dem Vorfall verschwundene Lamm“, heißt es in der Pressemitteilung.

In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass „eine Entschädigung bei unzureichend geschützten Tieren innerhalb der Förderkulisse Wolfsprävention nur noch bis Ende Mai gezahlt wird“. Zu diesem Zeitpunkt besteht die Förderung seit einem Jahr, ab dann ist ein ausreichender Herdenschutz Voraussetzung für Entschädigungszahlungen.

Mehr über das Thema lesen Sie am Freitag, 23. Mai, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.