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Anwohner beobachten immer wieder, dass Autofahrer am Ortseingang ins Schleudern geraten. Foto: Ketterl
Anwohner beobachten immer wieder, dass Autofahrer am Ortseingang ins Schleudern geraten. Foto: Ketterl
12.01.2017

Unfälle an Verkehrsinsel in Lehningen häufen sich

Dreimal hat es in den letzten Tagen am Lehninger Ortseingang gekracht – dreimal wurde dieselbe Stelle den Autofahrern zum Verhängnis: Die Verkehrsinsel, wenn man aus Richtung Neuhausen in den Ort hinein fährt. Sie leitet den Verkehr in einer leichten Kurve nach Lehningen hinein, damit die Fahrer gezwungen sind, ihr Tempo zu drosseln. „Bei Schnee und Eis ist es aber schwer, den Bogen zu schaffen“, hat ein Anwohner beobachtet. Er kritisiert die Insel deshalb als „Schikane“, die man baulich ändern sollte. Eine Meinung, die der Bürgermeister nicht teilt, im Gegenteil: Frank Spottek freut sich über alle Maßnahmen gegen Raserei. Er rät zu angepasster Fahrweise.

An der Verkehrsinsel komme es im Winter regelmäßig zu Blechschäden, berichtet der Anwohner. Die Pressestelle des Polizeipräsidiums Karlsruhe bestätigt, dass es Anfang Januar und am Dienstag zu insgesamt drei Unfällen an der Stelle kam. Die Autos seien zum Teil ins Bankett geschleudert und an Masten geknallt. Der Anwohner berichtet außerdem, dass an den Unfallautos oft die Vorderachse beschädigt sei, weil am rechten Fahrbahnrand ein hoher Bordstein stehe. Als Grund für die häufigen Unfälle nennt der Mann den engen Radius der Kurve. In anderen Orten, wie beispielsweise Neuhausen, verlaufe der Bogen nicht so eng.

Eine Besonderheit in Lehningen sei außerdem, dass man nur auf der Strecke in den Ort die Insel umrunden müsse. Die Fahrbahn aus dem Ort heraus verlaufe dagegen in gerader Linie. Die Folge: „Es gibt regelmäßig Autofahrer, die vor dem Ortseingang einfach auf die linke Fahrbahn wechseln, um geradeaus nach Lehningen fahren zu können.“ Es sei ein Glück, dass bei diesen Manövern noch nichts passiert sei. Mit ein paar baulichen Änderungen könne man die unfallträchtige Stelle entschärfen, ist der Lehninger überzeugt. Bürgermeister Frank Spottek hält die Verkehrsinsel dagegen für sinnvoll. Spottek: „Es ist doch ganz klar, dass man sich an Vorschriften halten muss.“

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