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Dramatische Folgen hatte der Unfall auf der L621 zwischen Eisingen und Stein: Eine im achten Monat schwangere, im Autowrack eingeklemmte Frau hat ihr ungeborenes Kind verloren und liegt nun im Koma. © Ketterl
21.02.2014

Unfall mit schwangerer Frau: Mutter im Koma - ungeborenes Kind tot

Eisingen/Stein. Der schwere Verkehrsunfall am Donnerstag auf der L621 zwischen Eisingen und Stein hat eine dramatische Wendung genommen. Nach dem Frontalzusammenstoß zweier Autos war eine im achten Monat schwangere Frau in ihrem VW Golf eingeklemmt worden. Wegen der Schwere ihrer Verletzungen liegt sie nun im Koma, ihr ungeborenes Kind hat den Unfall nicht überlebt.

Bildergalerie: Zwei eingeklemmte Fahrer nach Frontalcrash bei Eisingen/Stein

Ein schwerer Unfall ereignete sich beispielsweise im Februar zwischen Eisingen und Stein.

Das bestätigte ein Polizeisprecher auf Nachfrage von PZ-news. Ob die gleich nach dem Unfall noch ansprechbare 41-jährige Golf-Fahrerin in Lebensgefahr schwebt, ist nicht bekannt. Ihre beiden 5 und 8 Jahre alten Kinder, die angeschnallt auf dem Rücksitz saßen, erlitten Prellungen durch den Sicherheitsgurt. Der hat sich in diesem Fall wohl einmal mehr als Lebensretter erwiesen. Die Kinder sind bereits aus dem Krankenhaus nach Hause entlassen worden.

Der 51-jährige Fahrer des zweiten Unfallwagens wurde durch den Aufprall in seinem Opel Astra eingeschlossen, aber nach neueren Informationen wohl nicht eingeklemmt. Er erlitt mehrere Verletzungen, die schwerste davon ist ein mehrfach gebrochenes Bein.

Die Staatsanwaltschaft hat den Golf, der nicht mehr viel mehr als ein Wrack ist, sichergestellt, um eventuell am Auto Hinweise auf die Unfallursache zu finden. Noch rätseln die Experten über das, was die von Stein in Richtung Eisingen fahrende Frau am Donnerstagnachmittag veranlasst hat, in einer Rechtskurve zu weit nach links in den Gegenverkehr zu geraten. Hierbei kollidierte sie zunächst seitlich mit dem Citroen einer entgegenkommenden 46 Jahre alten Frau. Durch diesen Zusammenstoß geriet der Golf noch weiter auf die Gegenfahrbahn, um dann frontal mit dem hinter dem Citroen fahrenden Opel Astra des 51-Jährigen zusammenzustoßen.

Die L621 wurde für die Unfallaufnahme sowie Reinigung der Fahrbahn in beiden Richtungen vollständig gesperrt und nach rund viereinhalb Stunden wieder freigegeben. Der Golf und der Opel mussten abgeschleppt werden. An den Fahrzeugen entstand ein Unfallschaden von rund 10.000 Euro.