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30.12.2014

Unfallbilanz: Über 30 mal krachte es in der Region

Schnee und Eis bestimmen den Ausklang des Jahres im Südwesten. Das Wetter hat am Montag und Dienstag auf den Straßen in der Region zu mehreren Unfällen mit Verletzten und Sachschäden geführt. Über 30 glättebedingte Unfälle musste das Polizeipräsidium Karlsruhe seit Montag insgesamt bearbeiten.

In Pforzheim kam es am Dienstag kurz vor 11 Uhr zu einem Auffahrunfall auf der Unteren Wilferdinger Straße, in den drei Fahrzeuge verwickelt waren. Kurz darauf ereignete sich in der Östlichen Karl-Friedrich-Straße ein weiterer Verkehrsunfall. Verletzt wurde niemand, aber es kam zu Blechschäden, deren genaue Höhe noch nicht bekannt ist.

Auch im Enzkreis führten Schnee und Glätte zu mehreren Verkehrsunfällen. Am Montag ereigneten sich zur Mittagszeit zwischen 12 Uhr und 14.30 Uhr vier Unfälle. Auf der Wurmberger Straße kam ein Auto kurz nach 12 Uhr von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Etwa zur selben Zeit kam auch ein VW-Bus auf der Kreisstraße 4547 bei Straubenhardt von der glatten Straße ab. Auf der L1125 bei der Enzbrücke Niefern stießen kurz vor 13 Uhr zwei Fahrzeuge zusammen.

Gegen 14.30 Uhr beschädigte ein weiteres Fahrzeug auf der Landstraße 621 Richtung Eisingen ein Verkehrsschild. Bei keinem der Unfälle kam es zu Personenschäden. Auf was sich die Blech- und Sachschäden belaufen ist noch nicht bekannt.

Ins Schleudern kamen am gestrigen Vormittag gleich drei Fahrzeuge auf der B294 südlich von Neulingen-Bauschlott. Kurz nach 9 Uhr kam ein spanisches Auto von der Straße ab und schlitterte ins Grüne. Entgegen der ersten Vermutungen wurde keiner der drei Insassen verletzt.

Kurz darauf rutschte ein LKW ebenfalls auf der B294 von der spiegelglatten Fahrbahn und kam erst 30 Meter weiter zum Stehen. Aufgrund der darauffolgenden starken Schneeverwehungen waren mehrere Räumungsfahrzeuge im Einsatz, von denen ebenfalls ein Fahrzeug von der Straße abkam. Die Bundesstraße musste kurzzeitig voll gesperrt werden.

In Waldbronn (Kreis Karlsruhe) rutschte ein 75 Jahre alter Autofahrer auf glatter Straße nach links auf ein geparktes Fahrzeug, wurde nach rechts abgewiesen und prallte gegen ein Wartehäuschen einer Bushaltestelle. Von der Wartebank wurde er zwanzig Meter weiter gegen einen Baum nach links geschleudert und kam dort zum Stehen. Der Mann kam in eine Klinik. Er war vermutlich zu schnell unterwegs.

Bei einem Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Wagen in Schwetzingen (Rhein-Neckar-Kreis) verletzte sich eine 62 Jahre alte Autofahrerin am Dienstag schwer. Die Frau war in einer Rechtskurve wegen der schneeglatten Fahrbahn ins Rutschen gekommen. Sie musste in eine Klinik. Die Fahrerin des anderen Wagens wurde leicht verletzt.

Ein etwa 25 Tonnen schweres Müllfahrzeug rutschte in Aidlingen (Kreis Böblingen) beim Rückwärtsfahren von der Straße ab, die Böschung hinunter, kippte um und blieb auf dem Dach liegen. Der 25 Jahre alte Fahrer und der 32 Jahre alte Beifahrer kamen ins Krankenhaus.

In Mannheim verletzten sich drei Menschen bei mehreren Unfällen leicht. Auch in Heidelberg, Weinheim und St. Leon Rot kam es zu zahlreichen Unfällen mit einem Leicht- und einem Schwerverletzten. In Freiburg rutschte ein Lastwagen wegen der schneeglatten Fahrbahn in einen Seitengraben. Verletzt wurde niemand. Im Elztal kam es hingegen nicht zu erhöhten Unfällen. Die Anzahl habe sich im üblich Rahmen bewegt, teilte die Polizei in Waldkirch (Kreis Emmendingen) mit. Auch im Kreis Calw endeten die Unfälle allesamt glimpflich.

In der Region der Schwäbischen Alb erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) bis zum Mittwochmorgen Schneemengen von bis zu 30 Zentimeter. Im Tagesverlauf soll es kaum Niederschlag geben, wie ein Sprecher in Stuttgart sagte. Es werde wechselnd wolkig, der Schnee pappig.

In der Silvesternacht sei mit Tiefsttemperaturen von bis zu minus drei Grad zu rechnen - im Bergland von bis zu minus zehn Grad. Die Sichtweite beträgt laut DWD bis zu zehn Kilometer. Nach dem Feuerwerk könne sich jedoch rasch Nebel bilden, sagte der Sprecher.

Der Neujahrstag selbst soll sonnig-nebelig mit ein paar Wolken werden. Die Temperaturen könnten im Norden des Landes um plus drei Grad liegen. Im Süden, im Schwarzwald und auf der Alb bleibe es frostig. Von Donnerstag auf Freitag rechnet der Wetterdienst mit Frost im ganzen Land. Tagsüber sollen von Nordwesten her Regenwolken aufziehen. Es könne zu Glatteisregen kommen, sagte der Sprecher.

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