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04.10.2015

Unfallschwerpunkt soll nun entschärft werden

Karlsbad-Ittersbach. Ein Dauerbrenner, der seit Jahren diskutiert wird, wird nun angepackt: Der als Unfallschwerpunkt geltende Kreuzungsbereich am AVG-Bahnübergang mit angrenzender Haltestelle im Ittersbacher Gewerbegebiet „Stöckmädle Nord“ (Ausfahrt zur L 622) soll sicherer werden. Mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe als Bauherr sind die umfangreichen baulichen Maßnahmen angelaufen und sollen bis Mitte November abgeschlossen sein.

Als zweiter Bauabschnitt folgen dann im Frühjahr bauliche Veränderungen im Bahnbereich durch die Albtalbahn Verkehrsgesellschaft (AVG). Ziel ist es, den stark frequentierten Knotenpunkt sowohl sicherer zu gestalten. Das Gewerbegebiet an der Nahtstelle des westlichen Enzkreises zum südlichen Landkreis Karlsruhe bietet heute rund 6 000 Arbeitsplätze.

Der Bereich soll künftig durch eine Vollsignalanlage gesteuert werden. Dies bedeutet, dass neben der Ampel im Bahnbereich für den Straßen- und Fußgängerverkehr eine komplette Ampelanlage installiert wird. Die straßenbaulichen Umbaumaßnahmen beinhalten die Verlängerung des bestehenden Rechtsabbiegerstreifens an der Landesstraße 622 aus Richtung Langensteinbach in das Gewerbegebiet, die Vorleistungen für die Ampelanlage sowie der Bau von Verkehrsinseln. Für die Fußgänger aus dem Gewerbegebiet in den gegenüberliegenden Wald- und Freizeitbereich sind signalisierte Übergänge geplant. Gleichzeitig werden die Gehwege ausgebaut. Die komplette Signalanlage wird allerdings voraussichtlich erst im April in Betrieb gehen können, wenn die AVG im Bahnbereich die bautechnischen Maßnahmen realisiert hat. Während der jetzt rund sechswöchigen Baumaßnahme kann das Gewerbegebiet „Stöckmädle“ nur aus Richtung Ittersbach angefahren werden. Laut Regierungspräsidium betragen die Kosten für die AVG rund 375 000 Euro und für das Land für den Straßenbereich rund 250 000 Euro. Die Gemeinde Karlsbad muss wohl, abzüglich der Zuschüsse, einen Kostenanteil von rund 130 000 Euro tragen.

Unabhängig von diesen Maßnahmen soll laut dem Regierungspräsidium die marode Straßendecke der L 622 ab dem Gewerbegebiet „Stöckmädle Nord“ in Richtung Langensteinbach auf einer Länge von rund 1,8 Kilometern erneuert werden. i.e.