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Die Feuerwehrleute befreiten den Fuchs mit Hilfe einer speziellen Schlinge aus seiner misslichen Lage.

Ungewöhnlicher Rettungseinsatz: Feuerwehr holt Fuchs und Hund aus Betonrohr

Birkenfeld. Es ist der der Albtraum eines jeden Hundebesitzers: Der geliebte Vierbeiner ist einem Fuchs auf den Fersen und verkeilt sich in einer engen Betonröhre mit seinem Kontrahenten – und zwar so sehr, dass sich am Ende keines der beiden Tiere aus eigener Kraft wieder befreien kann. So geschehen am Samstagabend im Wald bei Birkenfeld. Eine scheinbar aussichtslose Situation – doch dann kam die rettende Feuerwehr.

Um kurz nach 17 Uhr rückten die Floriansjünger zu dem ungewöhnlichen Einsatz im Wald nahe des Walderlebnispfades in Birkenfeld aus. Die Einsatzkräfte fanden eine etwa fünf Meter lange Betonröhre vor, die sie nach und nach freilegen mussten. Mit Schaufeln und Grabwerkzeug machten sich die Feuerwehrleute ans Werk, wie Gruppenführer Peter Kirchherr gegenüber PZ-news erklärte.

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Feuerwehr Birkenfeld rettet Fuchs und Hund aus Röhre

Als ein Teil des Rohres freigelegt und ineinander gesteckte Teile sogar einzeln herausgehoben waren, ließen die beiden Vierbeiner voneinander ab. Der Hund konnte sich schließlich selbst hinaus retten, der Fuchs steckte jedoch immer noch fest. Die acht Feuerwehrleute aus Birkenfeld ließen nicht locker, bekamen Hilfe von drei Kräften der Berufsfeuerwehr Pforzheim, die mit einer speziellen Endoskopkamera sprichwörtlich in die Röhre gucken konnten. Außerdem waren ein Beamter der Hundestaffel der Polizei sowie ein Mitarbeiter des Bauhofes vor Ort. Mit vereinten Kräften konnte so auch der Fuchs mit Hilfe einer speziellen Schlinge befreit und nach Rücksprache mit einem Jäger sowie einem Tierarzt wieder in den Wald entlassen werden. Der Hund wurde ebenfalls mit leichten Verletzungen mit seinem Besitzer wieder nach Hause geschickt.

So eine tierische Rettung erlebt selbst die Feuerwehr nicht alle Tage. "In dem Maße ist das schon außergewöhnlich", betonte Kirchherr. "Dass gleich zwei Tiere involviert sind, das passiert nicht oft", ergänzte Einsatzleiter Marc Ochner. Katzen habe die Feuerwehrleute schon häufig retten müssen – einen Hund und einen Fuchs jedoch noch nie. Ein Einsatz, den sicher weder Mensch noch Tier so schnell vergessen werden.

Jede Menge zu tun

Der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr bei Birkenfeld war ein äußergewöhnliches Ereignis, zumal man gleich zur Rettung von zwei Tieren ansetzte. Allerdings gab es bereits an Neujahr einen spektakulären Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Mühlacker. Zwischen Großglattbach und Serres hatte sich ein Berner Sennenhund aufgrund der lauten Silvesterraketen am Himmel losgerissen und war zehn Meter weit in eine Abflussröhre an der Straße geflüchtet. Dort blieb er stecken. Die Einsatzkräfte erhielten Unterstützung von einem Bauunternehmen aus Großglattbach und einem Bagger aus Vaihingen und öffneten die Kanalisation. Der Hund konnte am Neujahrsmorgen gerettet werden.