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Die falsche Romantisierung des Wolfes setzt den Erhalt unserer Kulturlandschaft aufs Spiel, sagt der Bundestagsabgeordneter Klaus Mack. 

Union will Wolf im Jagdgesetz: Abgeordneter Mack macht sich für Voraussetzungen stark

Berlin. Der Wolf ist in manchen Gegenden Deutschlands ein Problem für das Sicherheitsverständnis der Bürgerinnen und Bürger. Das stellt die CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit einem Antrag heraus. Die Union will, dass das Raubtier ins Bundesjagdgesetz aufgenommen wird und wolfsfreie Zonen insbesondere an Deichen und in besonderen Höhenlagen eingerichtet werden.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus Mack, der für seine Fraktion im Umweltausschuss Berichterstatter für das Thema Wolfsmanagement ist, machte jüngst in einer Rede im Plenum deutlich, warum es schnell klare, rechtliche Schritte braucht: „Wir haben zunehmend Schäden durch Angriffe des Wolfs. Allein 2020 wurden rund 4000 Weidetiere getötet – überwiegend Schafe, aber auch Rinder und Pferde. Die falsche Romantisierung des Wolfes setzt den Erhalt unserer Kulturlandschaft aufs Spiel.“ Die bisherigen Präventionsmaßnahmen, wie der Aufbau von Schutzzäunen, und Änderungen des Bundesnaturschutzgesetzes hätten nicht die gewünschten Erfolge gebracht, sagt der Abgeordnete. Ihm sind Berichte aus Regionen in Sachsen bekannt, in denen Wolfsrudel tagsüber durch die Dörfer streifen und Kinder deshalb Angst haben, zu Fuß zur Schule zu gehen.

Die Lösung zeige sich am Beispiel anderer EU-Länder wie Frankreich, Schweden oder Finnland. Wenn ein günstiger Erhaltungszustand erreicht ist, würden Wölfe dort unter bestimmten Voraussetzungen bejagt. So definiere Schweden etwa eine Untergrenze für die Population der Wölfe. „Die Bundesregierung ist dazu jedoch nicht bereit. Artenschutz ist zwar wichtig, benötigt aber auch die erforderliche Akzeptanz in der Bevölkerung“, sagt Mack. Er geht von einem günstigen Erhaltungszustand aus. „Es geht nicht darum, den Wolf aus unseren Wäldern komplett zu entfernen. Es geht darum, den Bestand zu regeln. So wie bei jeder anderen Wildtierart auch. Sonst werden wir die Folgen nicht in den Griff bekommen“, sagt Mack.