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18.09.2015

Unliebsame Überraschung beim Verwaltungssitz in Dürrn

Ölbronn-Dürrn. Die Gebäudepläne zum Rathaus von Ölbronn-Dürrn weichen von den tatsächlichen Begebenheiten ab, wie sich herausgestellt hat. Der Architekt muss eine Lösung finden.

Alle drei großen Umbauprojekte von kommunalen Gebäuden standen auf der Tagesordnung der ersten Sitzung des Ölbronn-Dürrner Gemeinderates nach der Sommerferienpause. Architekt Frank Morlock berichtete, dass das historische Rathaus in Dürrn nun komplett entkernt sei. Vollständig zugänglich ist nun auch die Außenfassade, nachdem ein seitlicher Anbau im Einvernehmen mit dessen Eigentümer entfernt werden konnte. Dies erlaube nicht nur die Sanierung auch dieses Wandbereiches.

Auch die Aufstellung des Gerüstes, das im Zuge der Sanierungsarbeiten am Rathaus angebracht werden muss, gestalte sich nun erheblich einfacher, wie Morlock weiter ausführte. Es gibt allerdings auch einen Wermutstropfen: Die detaillierten statischen Gebäudepläne aus dem Jahr 1965 weichen teilweise erheblich von den tatsächlichen Bedingungen ab.

So ist an einer für den Einbau des Aufzuges wesentlichen Stelle statt eines ein Meter mächtigen Betonfundamentes, wie im Plan verzeichnet, nur eine dünne Betonschicht von 20 Zentimetern vorhanden, berichtete Architekt Morlock. Durch die nun vollkommen anderen Bedingungen muss man sich überlegen, wie nun weiter vorgegangen werden kann. Man werde nun wohl Änderungen in den eigenen statischen Planungen vornehmen müssen, so Morlock.

Für das historische Rathaus in Dürrn wurden Zimmerer- und Holzbauarbeiten zum Preis von 177 500 Euro an den günstigsten Bieter, die Firma Großmann aus Höfen, vergeben. Noch einmal vergeben werden musste indes der Auftrag für die Planung der Strom- und Fernmeldeanlagen, der für 52 000 Euro an das Büro Wörtz aus Pforzheim ging. Vom vorherigen Auftragnehmer hatte man sich wegen unüberbrückbarer Differenzen im gegenseitigen Einvernehmen getrennt, wie die Verwaltung mitteilte.

Erweiterung der Schule

Für das zweite große Umbauprojekt im Ortsteil Dürrn, die Erweiterung der Kirsten-Boie-Grundschule, wird jetzt der Bauantrag gestellt, beschloss der Gemeinderat.

Mit der Durchführung des Umbaus des Schafhauses im Ortsteil Ölbronn zur Aussegnungshalle beauftragte der Rat das Neuenbürger Büro SPA-Architekten, das auch schon die bisherigen Planungen erstellt hat.