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Mit bis zu 80 Stundenkilometern sollen die Nutzer des geplanten Flying Fox in Schömberg laut dem Vorhaben des Investors unterwegs sein. Foto: dpa
Mit bis zu 80 Stundenkilometern sollen die Nutzer des geplanten Flying Fox in Schömberg laut dem Vorhaben des Investors unterwegs sein. Foto: dpa
12.02.2019

Unterreichenbach drückt bei Flying Fox in Schömberg auf die Bremse

Schömberg/Unterreichenbach. Das Landratsamt prüft derzeit Zulässigkeit der geplanten Schömberger Seilrutsche. Unterreichenbach reiht sich in die Reihe der Kritiker des Vorhabens ein.

Die Vorstellung, dass Wagemutige in Zukunft an einem Stahlseil hängend das Schömberger Eulenbachtal hinabsausen, ruft nicht bei jedem Glücksgefühle hervor. Kritische Stimmen gibt es nicht nur von jenen, die beruflich oder privat in dem Waldstück unterwegs sind. Auch die Nachbargemeinde Unterreichenbach hat schon Bedenken geäußert und will befürchtete Auswirkungen des sogenannten Flying Fox genau geprüft wissen. Das Landratsamt in Calw nimmt die ins Auge gefasste Vergnügungsstätte derzeit ohnehin unter die Lupe. Der Überblick:

Was befürchtet Unterreichenbach mit der Umsetzung des Flying Fox?

„Wir rechnen mit Krach“, sagt Unterreichenbachs Bürgermeister Carsten Lachenauer auf Anfrage. Die Nutzer der Stahlseilrutsche, die laut den Plänen des Betreibers mit bis zu 80 Stundenkilometern das Eulenbachtal hinabrauschen sollen, würden nicht lautlos in Richtung Zielturm am Jägerhof heruntergleiten, so Lachenauer weiter. Das Stahlseil liege nach derzeitigem Plan oberhalb der Baumgrenze und führe direkt an der Westlichen Hauptstraße im Ortsteil Kapfenhardt vorbei. Sollte der Flying Fox gebaut werden, sieht der Rathaus-Chef „etliche Häuser“ als betroffen an.

Zudem habe seine Gemeinde auch im Einvernehmen mit Schömberg Überlegungen angestellt, besagtes Tal naturnah auszubauen.

Welche Schritte hat Unterreichenbach eingeleitet?

Die Gemeinde hat ein Lärmschutzgutachten gefordert. Als Inhaberin eines Grundstücks in direkter Nachbarschaft zum geplanten Zielturm ist sie dazu berechtigt. „Wir wollen unsere Bürger schützen“, sagt Lachenauer zu diesem Schritt. Der Gemeinderat habe sich bereits im Januar in einer kurzfristig einberufenen aber öffentlichen Sitzung dafür ausgesprochen.

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