nach oben
Bei der ehemaligen Honigfabrik sehen Experten Potenzial für seniorengerechte Einrichtungen. Foto: Recklies
Bei der ehemaligen Honigfabrik sehen Experten Potenzial für seniorengerechte Einrichtungen. Foto: Recklies
17.11.2016

Unterreichenbach möchte Wohnraum schaffen

Große Zustimmung hat im Unterreichenbacher Gemeinderat die von den beiden Steg-Vertretern Michael Frank und Hannes Munk vorgestellte Entwicklungskonzeption für die Gemeinde Unterreichenbach gefunden.

Auch wenn die beiden Vertreter der Stadtentwicklungsgesellschaft (Steg) nach den im März und Oktober mit den Gemeinderäten und Bürgern veranstalteten Informationsterminen noch keinen Abschlussbericht vorlegen konnten, so führten die beiden Experten für Stadtentwicklungskonzepte den Ratsmitgliedern doch deutlich vor Augen, dass es in Unterreichenbach ein gutes Potenzial für die innerörtliche Entwicklung gibt. Einziges Problem: Die für den Prozess erforderlichen Grundstücke sind allesamt in Privatbesitz.

Bürgermeister Carsten Lachenauer sowie die Steg-Vertreter wollen aber im Dialog mit den Grundstückseignern abklopfen, ob diese bereit sind, die Entwicklung der Kommune durch die Einbringung der ihnen gehörenden Flächen zu befördern. Denn für Munk und Frank steht außer Frage, dass es insbesondere beim Thema Wohnbau noch Luft gibt, Wohnraum – nicht zuletzt in kleineren Einheiten für ältere Bürger – in Zukunft gefragt sein wird. Denn rund 70 Prozent der in Unterreichenbach bestehenden Wohnungen haben vier und mehr Räume. Entgegen vielen anderen Kommunen könne man in Unterreichenbach mit einem weiteren Anstieg der Einwohnerzahl rechnen. In anderthalb Jahrzehnten ist für den Ort mit dem Kernort Unterreichenbach sowie den beiden Teilorten Kapfenhardt und Dennjächt eine Bevölkerungszahl von 2165 Einwohnern prognostiziert.

Seit Anfang des Jahres ist die Steg dabei, in einem Planung- und Dialogkonzept die Entwicklungspotenziale auszuloten. Vorrangig hat die Steg dabei die Potenziale im Kernort untersucht, denn auch in Kapfenhardt und Dennjächt besitzt die Kommune keine eigenen Grundstücke, zudem sind die beiden Teilorte in erster Linie naturnahe Wohnorte. In Kapfenhardt gebe es noch Freiflächen für Bebauungen in einer Größenordnung von rund drei Hektar, in Dennjächt ist das Volumen deutlich geringer. Im Kernort liegt das Flächenpotenzial in etwa bei 1,9 Hektar. Bei der ehemaligen Honigfabrik sehen die Experten für Stadtentwicklung Potenzial, hier könnten seniorengerechte Wohnformen entstehen.