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Zwischen 2016 und 2020 sind rund 1,53 Millionen Euro alleine in Unterreichenbach investiert worden. Symbolbild: yelantsevv - stock.adobe.com 

Unterreichenbach plant Investitionen ins Stromnetz

Unterreichenbach. Über das aktuelle Stromnetz in Unterreichenbach und anstehende Investitionen in den kommenden Jahren hat Willi Parstorfer, Konzessionsmanager bei der Netze BW, in der jüngsten Sitzung des Unterreichenbacher Gemeinderates berichtet. So sind zwischen 2016 und 2020 rund 1,53 Millionen Euro alleine in Unterreichenbach investiert worden.

Aber auch in diesem Jahr geht es laut Parstorfer mit den Investitionen weiter. So sollen im Unterreichenbacher Teilort Dennjächt 38 Hausanschlüsse in der Bergstraße/Wilhelmstraße verkabelt und damit Freileitungen abgebaut werden. Für eine Million Euro sollen zwischen 2023 und 2025 die Freileitungen zwischen Grunbach und Unterreichenbach auf einer Länge von vier Kilometern verkabelt werden. Geplant ist in diesem Zusammenhang eine neue Trafostation an der Schömberger Straße beim kleinen Ortspark in Unterreichenbach. Hier wird der alte Mast durch eine Trafostation ersetzt.

Derzeit hat das Stromnetz in Unterreichenbach eine Gesamtlänge von rund 57 Kilometern (Stand 2020). Dabei hat der Anteil an Freileitungen im Vergleich zu in der Erde verlegten Kabelleitungen etwas abgenommen. Im Jahr 2020 waren in Unterreichenbach noch 355 Haushalte über Freileitungen angeschlossen und 415 über Kabel. Diese Entwicklung soll insgesamt vorangetrieben werden. Stromausfälle hat es Parstorfer zufolge zwischen 2018 und 2022 im Durchschnitt nur 14,9 Minuten pro Jahr gegeben, was in etwa dem deutschlandweiten Durchschnitt im gleichen Zeitraum entspricht. Verglichen mit Österreich (26,7 Minuten/Jahr) oder Frankreich (63,5 Minuten/Jahr) verfüge Unterreichenbach und Deutschland über ein stabiles Netz. Dafür sorgen laut Netze BW-Manager in Baden-Württemberg drei Leistellen, die rund um die Uhr besetzt sind.