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Fast fertig sind die Container bei der der Pestalozzischule auf dem Pforzheimer Buckenberg, in die die Gustav-Heinemann-Schule provisorisch einziehen wird. Jetzt macht sich der Enzkreis Gedanken über die grundsätzliche Ausrichtung der Angebote für körperlich und geistig behinderte Schüler. Foto: Ketterl
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Auch in Bauschlott ist die GHS übergangsweise untergekommen. Hier Dezernent Frank Stephan (links) und Schulleiter Roger Schreiber bei einem Vor-Ort-Termin.

Unterrichtsangebot für behinderte Kinder im Enzkreis soll neu konzipiert werden

Enzkreis. „Das könnte ein historischer Tag sein“, verdeutlichte Landrat Bastian Rosenau die Tragweite des Antrags, der im Sozial- und Kulturausschuss des Enzkreises beraten und schließlich auch einstimmig beschlossen wurde. Das Landratsamt wird ein Bündnis für Inklusion im Enzkreis auf den Weg bringen, sobald auch der gesamte Kreistag zugestimmt hat.

Nun soll die Beschulung von Kindern mit körperlicher oder geistiger Behinderung auf neue Beine gestellt werden. Einer der zentralen Punkte dabei: Die schulische Betreuung solle so dezentral wie möglich und so zentral wie nötig gestaltet werden.

Man wolle sowohl dem Elternwunsch nach wohnortnahem Unterricht – sei es in Form von sonderpädagogischen Außenklassen oder einer Inklusion in Klassen an Regelschulen – als auch dem Wunsch, vor allem von Eltern schwerst oder mehrfach behinderter Kinder, nach einer Betreuung im geschützten Raum eines Stammhauses gerecht werden. „Alles wurde vom Kindeswohl aus gedacht“, erläuterte Dezernent Frank Stephan den Ansatz: „Nun gilt es, sämtliche Akteure einzubinden. Und wenn wir alle mit ins Boot kriegen, kann Großes entstehen.“

Allein könne der Enzkreis als Schulträger der Gustav-Heinemann-Schule (GHS) sein Ziel nicht erreichen. Eingebunden werden müssten auch die allgemeinen Schulen und ihre Träger, also die Gemeinden, die Staatliche Schulverwaltung, die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) und die Stadt Pforzheim als SBBZ-Schulträger. Es bedürfe eines „abgestimmten Zusammenwirkens aller Akteure“, wolle man zum Erfolg kommen, heißt es im Antrag.

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