nach oben
Blumen statt Worte: Zahlreiche Bürger sind Pfarrer Joachim Wassermann und Bürgermeister Helge Viehweg (von links) zum Gedenkstein in der Ottenhausener Ortsmitte gefolgt. Foto: Meyer
Blumen statt Worte: Zahlreiche Bürger sind Pfarrer Joachim Wassermann und Bürgermeister Helge Viehweg (von links) zum Gedenkstein in der Ottenhausener Ortsmitte gefolgt. Foto: Meyer
11.07.2018

Unvergessene Katastrophe: Gemeinden gedenken der Tornado-Tragödie vor 50 Jahren

Straubenhardt-Ottenhausen/Wurmberg-Neubärental. Sowohl in Ottenhausen als auch in Neubärental kamen am Dienstagabend Menschen zusammen, um der Opfer des Tornados zu gedenken, der vor genau 50 Jahren über die Region hinwegfegte, zahlreiche Häuser zerstörte und sogar zwei Todesopfer forderte.

Einen emotionalen Gedenkgottesdienst hat Pfarrer Joachim Wassermann in der evangelischen Nikolauskirche in Ottenhausen gehalten. Zahlreiche Einwohner waren gekommen, um sich gemeinsam an die Tragödie zu erinnern, zu trauern – aber auch dankbar zu sein. Dankbar dafür, dass sie – anders als ein Ehepaar in ihrem Dorf – mit dem Leben davongekommen sind. Die Leinwand zeigte Fotografien von zerstörten Häusern, umgeknickten Bäumen, Bergen von Balken, Ziegeln und Schutt – von einem Dorf in Trümmern. Die Besucher teilten Momente der Stille und und lauschten den Berichten von Augenzeugen, die Wassermann vortrug. „Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben“, steht auf dem Gedenkstein, wo Bürgermeister Helge Viehweg im Anschluss an den Gottesdienst ein Gesteck niederlegte.

In Neubärental war es mucksmäuschenstill, als um 21.50 Uhr die Glocken läuteten und rund 100 Menschen am Tornado-Gedenkstein dem schrecklichen Naturereignis gedachten. Einige von ihnen erlebten damals den Tornado hautnah. Bürgermeister Jörg-Michael Teply zitierte aus vier Augenzeugen-Berichten.

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Mehr zum Thema:

Am 10. Juli vor 50 Jahren: Tornado in Pforzheim - D-Zug am Himmel, Dramen am Boden

[Teil 1 der PZ-Serie zum Tornado vor 50 Jahren: Augenzeugin Else Maili: „Dass wir überlebt haben, war ein Wunder“]

[Teil 2 der PZ-Serie zum Tornado vor 50 Jahren: Der lange Weg des tödlichen Wirbels - alle Fragen, alle Antworten]

[Teil 3 der PZ-Serie zum Tornado vor 50 Jahren: Kein Strom und nur eine Motorsäge: Der Katastropheneinsatz]

[Teil 4 der PZ-Serie zum Tornado vor 50 Jahren: "Wie ein Güterzug": PZ-Leser erinnern sich an den Tornado]