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Harald Kreutz (rechts) vom Ingenieurbüro Fröhlich aus Karlsruhe demonstrierte dem Kelterner Gemeinderat auf dem Dietlinger Friedhof die Ausmaße der geplanten Urnenstelen-Anlage im Ensemble mit der historischen Kirchmauer. Foto: Marx
Harald Kreutz (rechts) vom Ingenieurbüro Fröhlich aus Karlsruhe demonstrierte dem Kelterner Gemeinderat auf dem Dietlinger Friedhof die Ausmaße der geplanten Urnenstelen-Anlage im Ensemble mit der historischen Kirchmauer. Foto: Marx
23.09.2015

Urnenstelen kommen an die Kirchmauer

Die Kelterner Ratsmehrheit hat sich endgültig festgelegt: Die neuen Urnenstelen auf dem Dietlinger Friedhof werden im unteren Teil der Anlage bei der Kirchmauer errichtet.

Eine von Bürgermeister Steffen Bochinger beim Ortsbegang durchgeführte Tendenzabstimmung hatte bereits neun Ja- und sechs Nein-Stimmen für den Standort bei der Kirchmauer ergeben. Als die Thematik in der folgenden Ratssitzung erneut auf die Tagesordnung kam, lautete das Abstimmungsergebnis: 13 Ja-Stimmen bei fünf Ablehnungen. Die Verwaltung wird nun Aufträge an die Firmen Kronimus und Südwestbau vergeben. Die Kritiker wollten die Optik an der Kirchenmauer durch die immerhin sieben Stelen nicht eingeschränkt wissen, zumal es in unmittelbarer Nähe frei stehende Grabebenen gegeben hätte.

Beim Rundgang über den Friedhof hatte sich das Gremium zuvor über die seit geraumer Zeit laufenden Umbau- und Modernisierungsarbeiten an Treppen, Wegen und am Platz beim Kriegerdenkmal erkundigt. Nachfragen gab es unter anderem zu den Handläufen. Diese werden im vielstufigen Bereich zu Beginn der Haupttreppe beidseitig angebracht, ferner werden auch die Treppenplattformen damit ausgestattet. Mit den Kosten waren nicht alle Ratsmitglieder einverstanden. Hermann Becker (CDU) wollte zwar nicht von einer luxuriösen, aber doch zu ausgefeilten Ausstattung sprechen. Bei der Abstimmung zu den Modernisierungsmaßnahmen auf dem Dietlinger Friedhof votierte er denn auch mit nein, während 16 Ratsmitglieder zustimmten. Die durch die Erweiterung der Handläufe entstehenden Mehrkosten liegen brutto bei knapp 23 000 Euro.