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In diesem VW verunglückte eine Frau tödlich. Sie war in einer lang gezogenen Kurve auf die Gegenfahrbahn geraten und frontal in ein anderes Auto gekracht. © Seibel
27.03.2012

Ursache für tödlichen Frontalcrash noch unklar

Tödlich endete ein Unfall am Dienstagmogen zwischen Pforzheim und Engelsbrand für eine 54-jährige Autofahrerin aus dem Enzkreis. Nach Polizeiangaben ist sie um 5.49 Uhr auf der Strecke zwischen dem Büchenbronner Hermannsee und Grunbach in einer langgezogenen Rechtskurve mit ihrem VW-Golf nach links von der Fahrbahn abgekommen. Dabei prallte sie frontal mit dem entgegenkommenden Audi eines 47-jährigen Mannes zusammen.

Bildergalerie: VW-Fahrerin gerät bei Grunbach in Gegenverkehr und stirbt

Die Unfallverursacherin war zu Beginn der Rettungsmaßnahmen ansprechbar und klagte über Schmerzen im Armbereich. Kurze Zeit später verlor sie aber das Bewusstsein und starb noch an der Unfallstelle. Der Audi-Fahrer wurde im Auto eingeklemmt und schwer verletzt. Er kam in ein Krankenhaus. Die Ursache für den Unfall ist noch ungeklärt. Hierzu sind nun die Sachverständigen gefragt. Klar ist bereits, dass die VW-Fahrerin nicht angegurtet war.

Immer wieder schwere Unfälle

Auch Engelsbrands Bürgermeister Bastian Rosenau rätselt über die Ursache. Er ist am Dienstagmorgen direkt zur Unfallstelle gefahren. „Eigentlich ist die Stelle trotz der Kurve einigermaßen übersichtlich.“ Genaue Zahlen habe er zwar nicht, aber sein Eindruck sei sehr wohl, dass auf es auf der Strecke immer wieder zu schweren Unfällen komme. Ob ein Tempolimit helfe, sei fraglich, so Rosenau: „Aber der Kreis muss sich dringend Gedanken machen, wie die Situation entschärft werden könnte.“

Dem wolle sich die Unfallkommission – bestehend aus den Verkehrsämtern der Stadt Pforzheim und des Enzkreises sowie der Polizei – in den kommenden Wochen annehmen, bestätigt Kreisverkehrsamtsleiter Oliver Müller: „Bei der Strecke zwischen Pforzheim und Engelsbrand handelt es sich um eine mit einem hohen Verkehrsaufkommen.“ Letzte Zählungen der Stadt Pforzheim, die Müller vorliegen, ergaben rund 15.000 Fahrzeuge pro Tag. Hinzu komme, dass es dort in den vergangenen drei Jahren auf unterschiedliche Art zu Unfällen gekommen sei. „Mit dem tragischen Unfall nun fällt der Fokus unserer Betrachtungen erneut auf die Strecke“, sagt Müller.

Die Straße zwischen Engelsbrand und Pforzheim war nach dem Unfall beidseitig während der Rettungs- und Bergungsarbeiten voll gesperrt. Der Berufsverkehr war gezwungen, in großem Bogen auszuweichen. Um nach Pforzheim zu kommen, nutzten viele Fahrer die Grösseltalstrecke und die B294 über Neuenbürg und Birkenfeld. So viele, dass der Verkehr auch dort kräftig ins Stocken geriet, wie PZ-Leser erzählen.

Die Engelsbrander Feuerwehr war mit 35 Mann im Einsatz. Zur Hilfe hinzu kam ein Rüstwagen der Neuenbürger Feuerwehr. Um 8.25 Uhr wurde die Strecke wieder für den Verkehr freigegeben.

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