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09.11.2018

VPE wehrt sich gegen Kritik an Preiserhöhung

Enzkreis/Pforzheim. Landrat Bastian Rosenau, Pforzheims Erster Bürgermeister Dirk Büscher und VPE-Geschäftsführer Axel Hofsäß haben die Forderung des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), der Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis solle auf Tariferhöhungen verzichten, zurückgewiesen. Die Kritik des VCD-Landesvorsitzenden Matthias Lieb aus Mühlacker an durchschnittlich 2,8 Prozent hohen Preisanpassungen des VPE gründe sich „auf irreführende und einseitige Darstellungen“, erklären Rosenau, Büscher und Hofsäß in einer gemeinsamen Mitteilung.

Liebs Behauptung, der VPE wäre der erfolgloseste Verbund Baden-Württembergs, sei „schlicht unwahr“, so Hofsäß. Liebs Statistik weise aus, dass der VPE „genau im Durchschnitt“ liege. 2015 bis 2018 habe der VPE die Preise im Schnitt um 2,8 Prozent erhöht, der Nachbarverbund Karlsruhe (KVV) hingegen um 3,5 Prozent. Vier Prozent mehr verlange der VPE künftig nur bei Einzelfahrscheinen und Jahreskarten. Tageskartenpreise und der Einzelfahrpreis im Luftlinientarif blieben jedoch stabil. Im Oktober habe Lieb dem VPE noch bescheinigt, auf dem richtigen Weg zu sein, so Landrat Rosenau. Der VPE spare zwar 2018 eine Million Euro. „Wider besseren Wissens“ verschweige Lieb, dass die Aufwendungen des VPE in den kommenden Jahren „deutlich steigen“, so Büscher.

Liebs Vorwurf, der VPE könne keine Autofahrer bewegen, auf Busse und Bahnen umzusteigen, ist laut Rosenau und Büscher abwegig. „Mit 34 Euro pro Monat hat der VPE eine der günstigsten Netzkarten aller Verbünde in Deutschland.“ Und der VPE habe „neue Regionalbuskonzepte sowie die Mobilitätszentrale am Bahnhof Mühlacker geschaffen“, so Landratsvize Wolfgang Herz. In Pforzheim konnte der VPE die anvisierte Mobilitätszentrale noch nicht einrichten. Da müsse die Stadt „ihre engen Finanzspielräume“ beachten, so Büscher.

Landrat Rosenau wehrt sich zudem gegen den Vorwurf des CDU-Fraktionschefs Günter Bächle, der Kreistag sei bei der Entscheidung des VPE-Aufsichtsrats für höhere Preise außen vor geblieben. Bächle wiederum hält Rosenau vor, die Übertragung an den Aufsichtsrat gelte nicht „für grundsätzliche Änderungen wie beim jetzigen Preisanstieg“.