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Das neue Logo der vereinten Bank leuchtet in die Region. Seit heute ist die Fusion auch für die Kunden unmittelbar zu erleben – beim Besuch einer der Filialen.
Das neue Logo der vereinten Bank leuchtet in die Region. Seit heute ist die Fusion auch für die Kunden unmittelbar zu erleben – beim Besuch einer der Filialen.
12.11.2017

VR Bank Enz plus schließt Fusionsprojekt erfolgreich ab

Vor fast genau einem Jahr berichtete die PZ über die Absicht der Raiffeisenbank Bauschlott, Volksbank Stein Eisingen, VR Bank im Enzkreis und Volksbank Wilferdingen-Keltern, sich zusammenzuschließen.

„Wir haben dieselbe DNA und verfolgen dieselben Ziele“, so der Vorstandsvorsitzende Jürgen Wankmüller damals gegenüber der PZ Zeitung. Alle vier Banken stehen vor den selben Herausforderungen, waren sich die Vorstände und Aufsichtsräte einig: Die anhaltende Niedrigzinsphase und die hohen Kosten für die Umsetzung der Regulatorik belasten gerade regionale Banken sehr stark. Dazu kommen die nötigen Investitionen in die Digitalisierung, um auch zukünftig wettbewerbsfähig zu sein.

Ein wichtiger Meilenstein waren die Mitglieder- und Vertreterversammlungen der vier Banken im Frühjahr 2017, bei denen durch die Mitglieder und Vertreter jeweils eine überzeugende Zustimmung zur Fusion gegeben wurde. Sicherlich überzeugten die guten Argumente aus Niedrigzinsphase, Regulatorik und Digitalisierung. Als entscheidend wurde durch die Mitglieder aber konstatiert, dass die vier Banken sehr offen und klar über die aktuellen Herausforderungen und angestrebten gemeinsamen Ziele aufgeklärt haben. „Wir wurden frühzeitig eingebunden, umfassend informiert und halten den eingeschlagenen Weg für absolut richtig“, so ein Mitglied.

Mit der Zustimmung zur Fusion begann die Arbeit aber erst richtig. Ein Mammut-Projekt, das die Bank fast ausschließlich mit eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bewältigt hat. Viele Prozesse und Abläufe wurden vereinheitlicht, gemeinsame Führungsleitlinien eingeführt und jetzt am vergangenen Wochenende praktisch geräuschlos die gesamte IT mit allen Kontodaten zusammengeführt. „Das Fusionsprojekt ist reibungslos verlaufen, alle rund 2500 Projektaufgaben wurden erfolgreich erledigt, wir sind sehr zufrieden“, so Michael Vogt, Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung, bei dem als Gesamtprojektleiter die Fäden zusammengelaufen sind.

„Durch die Zusammenarbeit in den vielen Fusionsprojekten haben sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen vier Banken gut kennengelernt, Vertrauen gebildet und festgestellt, dass wir nahezu identisch denken und handeln. Das hat maßgeblich zum Zusammenwachsen der Häuser beigetragen und war ein großer Erfolgsfaktor im Projektverlauf“, so Vorstandsvorsitzender Jürgen Wankmüller.

Seit heute können die über 58 000 Kunden an allen 27 Standorten die Leistungen der Bank nutzen. Die neue Homepage (www.vrbank-enz-plus.de) seht ebenso zur Verfügung wie ein leistungsfähiges Online- und Mobile-Banking und ein bankeigenes KundenServiceCenter, das von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr erreichbar ist. „Unser Lächeln können sie hören“ sagen die Mitarbeiter über sich selbst, deren Ziel es ist, die Wünsche der Kunden sofort am Telefon zu erledigen und mit Freundlichkeit und Kompetenz zu begeistern.

Die Zusammenführung der Datenbestände bringt für die Kunden der ehemaligen VR Bank im Enzkreis, der Volksbank Stein Eisingen und der Raiffeisenbank Bauschlott eine Umstellung: Sie erhalten eine neue IBAN. Darüber wurden bereits alle Kunden schriftlich informiert. Die Weiterleitung von Zahlungen und Lastschriften mit den alten Kontodaten garantiert die Bank für einen längeren Zeitraum. Zusätzlich unterstützt sie ihre Kunden bei der Information ihrer Geschäftspartner. Die bisherigen EC-Karten und Kreditkarten können außerdem ohne Einschränkungen weiterhin genutzt werden. Da trotz der umfangreichen Information einige Fragen bei Kunden aufkommen können, wurde die Erreichbarkeit des KundenServiceCenter in den nächsten Wochen bis 19 Uhr verlängert.

Mit der jetzt abgeschlossenen Verschmelzung wird sich die Leistungskraft des „Partners in der Region“ weiter erhöhen. Im Privatkundengeschäft sind hier insbesondere die Bereiche Vermögenskunden- und Generationenberatung und die Dienstleistungen des KundenServiceCenters zu nennen. Im Firmen- und Geschäftskundenbereich wird die neue Bank ein noch stärkerer Partner in allen Finanzierungsfragen bei der Begleitung von Investitionen, im Betriebsmittelbereich, im Zahlungsverkehr sowie in allen Fragen bei der Unternehmensnachfolge sein. Auch das Thema „Digitalisierung“ hat die VR Bank Enz plus in den besonderen Fokus Ihrer Aktivitäten genommen.

Wir sind die Bank mit dem „plus“, so der Vorstand der neuen Bank, der sich aus Jürgen Wankmüller (Vorsitzender), Armin Kühn, Ulf Meißner, Martin Schöner und Klemens Schork zusammensetzt. „Unsere Mitglieder und Kunden werden die Vorteile aus der Fusion konkret spüren“, ist sich der Vorstand sicher.