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Die Bratwurst To-Go kann nun doch bei den kommenden Vereinsfesten im Enzkreis angeboten werden. 

Vereine aus dem Enzkreis dürfen nun doch Essen-To-Go am 1. Mai anbieten

Enzkreis. Was für ein Hin- und Her: In den vergangenen Tagen hat sich die Frage darüber, ob Vereine aus dem Enzkreis statt ausgefallener Vereinsfeiern am 1. Mai Speisen zum Mitnehmen anbieten dürfen, zum Aufregerthema in der Region entwickelt. Das Landratsamt sagte nein, lokale Politiker sagten ja. Nun hat CDU-Bundestagsabgeordneter Gunther Krichbaum an diesem Freitag bekanntgegeben, dass den To-Go-Angeboten nichts mehr im Wege steht.

Laut einer Pressemitteilung Krichbaums gestattet die Kreispolizeibehörde des Enzkreises den Gemeinden nunmehr Vereinen, den Verkauf von Essen im Außer-Haus-Verkauf zu genehmigen. "Das Landratsamt passte heute seine coronarechtliche Bewertung für den Außer-Haus-Verkauf bei Vereinen an und informierte hierüber die Gemeinden, nachdem die Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut mich am Mittwoch über die Auslegung informierte", so Krichbaum.

"Somit steht, wenn auch unter den weiterhin geltenden Abstands- und Hygienemaßnahmen, dem Verkauf durch Vereinen von Speisen an den kommenden Feiertagen nichts mehr im Wege. Zwar ist dies für den 1. Mai nun leider zu kurzfristig, aber mit Christi Himmelfahrt und Pfingsten stehen bereits die nächsten Feiertage vor der Tür und solche Vereinsaktivitäten stärken den Zusammenhalt und die Gemeinschaft und bereichern unseren Alltag. Mein Dank für die schnelle und flexible Handhabung in dieser Angelegenheit richtet sich dabei ausdrücklich an unseren Landrat Bastian Rosenau und die Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut", so der Abgeordnete.

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Auch der FDP-Landtagsabgeordnete Erik Schweickert begrüßt die aktuelle Entwicklung und den Kurswechsel des Landratsamtes. „Ich freue mich, dass das Wirtschaftsministerium meine Einschätzung teilt und diese damit auch von offizieller Seite bestätigt wurde. Ich begrüße es daher, dass das Landratsamt, wie von mir gefordert, den To-Go-Verkauf nun doch ermöglicht“, so Schweickert.

Schweickert von Widerstand des Enzkreis-Landratsamt überrascht

Nichtsdestotrotz sei er überrascht über den zunächst hartnäckigen Widerstand von Seiten der Kreisbehörde gewesen, die zwar nach eigener Aussage Absprachen mit umliegenden Kreisen getroffen hatte, allerdings keinen klärenden Kontakt mit den zuständigen Landesministerien aufgenommen habe. Es sei nun äußerst bedauerlich, dass der Maifeiertag als Einnahmemöglichkeit für die Vereine entfalle und erst der Einsatz lokaler Abgeordneter dazu geführt habe, eine Klärung herbeizuführen.

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„Ich hoffe, dass das Landratsamt zukünftig bei strittigen Fragen zur Auslegung der Corona-Verordnung direkt bei den zuständigen Ministerien nachfragt und sich nicht nur auf die Einschätzung einiger Nachbarkreise stützt. So könnte man sich viel Ärger und Unmut unter den Betroffenen ersparen“, schlägt Schweickert vor. Er werde die Thematik auch noch einmal im Rahmen eines Antrags in den Landtag einbringen, um eine abschließende Einschätzung der Landesregierung zu erreichen und derartige Fälle in Zukunft von vornherein zu vermeiden.