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10.12.2016

Verkehr als heißes Thema: Porsche-Vertreter zu Besuch im Mönsheimer Gemeinderat

Mönsheim. Um Transparenz ist es den Vertretern der Firma Porsche gegangen, als sie im Mönsheimer Gemeinderat über den aktuellen Sachstand und Künftiges im Entwicklungszentrum Porsche berichtet haben. Daniela Rathe, Leiterin der Abteilung Politik und Außenbeziehungen von Porsche, legte dem Gemeinderat dar, warum das Entwicklungszentrum in Weissach so wichtig sei.

„Der Standort in Weissach ist der einzige Entwicklungsstandort von Porsche und einer von drei Entwicklungsstandorten des VW-Konzerns“, betonte Rathe. Martin Rath vom zentralen Baumanagement von Porsche legte dar, dass die Lage geplanter Gebäude aufgrund von Prozess und Struktur gewählt werde und die Südanbindung ideal zu diesen Strukturen passe. Gleichzeitig betonte er, dass auch eine Anpassung der Kreisstraße an den Verkehr erfolgen müsse. Die Realisierung der Südanbindung – eine direkte Zufahrt von der Straße zum Firmengelände – ist bislang für das Jahr 2018 anvisiert, die Ertüchtigung der Kreisstraße soll im gleichen Jahr erfolgen. Till Sunderkötter, Leiter Bau- und Belegungsplanung bei Porsche, machte deutlich: „Wir wollen mit Ihnen und der Gemeinde Weissach ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis führen“ betonte er den Willen zum Dialog.

Gemeinderat Hans Kuhnle (BLM) unterstrich, dass Mönsheim gegen eine Sperrung der Straße nach Flacht sei, wie es Weissach zu Beginn des Prozesses ins Gespräch gebracht hatte. Bürgermeister Thomas Fritsch hob hervor, dass die Straße nach aktueller Beschlusslage offen bleibe. Die stattdessen gefundene Lösung legte Rath dar. „Das Abbiegen von der Südanbindung nach Flacht wird nicht möglich sein und von Flacht wird man auch nicht zur Südanbindung abbiegen können“, erklärte er. „Möglich bleibt es natürlich geradeaus zu fahren, entlang der K1017 nach und von Flacht.“

Weitere Fragen aus dem Gremium bezogen sich auf die Anbindung an das Radwegenetz, wofür die Porsche-Vertreter eine Arbeitsgruppe anführten, die sich mit dem Thema beschäftigt. Außerdem soll eine App für Fahrgemeinschaften von Porsche-Mitarbeiten an den Start gehen.

Gemeinderat Ewald Knapp (BLM) machte darauf aufmerksam, dass bei Bautätigkeiten von Porsche immer wieder Feld- und Wanderwege durch Bauzäune abgeschnitten würden. Sunderkötter nahm das als wichtigen Hinweis auf.