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22.02.2019

Verkehrslärm weiter im Blick

Friolzheim. Verkehrslärm ist für die Bewohner von Friolzheim immer wieder ein Ärgernis. Mit der Fortschreibung der Lärmaktionsplanung hofft der Gemeinderat, Verbesserungen im Lärmschutz zu erreichen.

Bürgermeister Michael Seiß erklärte, dass bereits im Jahr 2017 eine Fortschreibung des Lärmaktionsplans auf Grundlage der Lärmkartierung aus dem Jahr 2012 durchgeführt wurde. Im Dezember wurden die Daten aus der Lärmkartierung 2017 von der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg veröffentlicht. Darin sind auch die Werte unter Berücksichtigung der neu gebauten Lärmschutzwälle an der Autobahn enthalten. Wolfgang Wahl von Rapp Trans AG stellte dem Gemeinderat die Eckpunkte für einen Lärmaktionsplan Stufe Drei vor. „Lärm ist die entscheidende, krankmachende Belastung aus dem Straßenverkehr“, stellte er fest. Er erklärte weiter, dass deutliche Betroffenheiten bei einem Lärmpegel von 70 dB(A) am Tag und 60 dB(A) in der Nacht beginnen, wodurch die Pflicht zum Einschreiten entsteht. Im vereinfachten Lärmaktionsplan der Stufe Zwei wurde bislang die Betroffenheit durch die Autobahn untersucht, wobei sich für Friolzheim fast keine ergebe. „Nachdem der Lärmschutz an der Autobahn realisiert ist, sollte es jetzt Ziel sein, weitere Straßen einzurechnen“, erklärte Wahl. Er schlug vor, auch die Landesstraßen L1180 und die L1175 Richtung Wimsheim auf einer Länge von 2,3 Kilometern zu untersuchen, sowie die L 1175 Richtung Heimsheim (400 Meter) sowie die Kreisstraße K4566 (800 Meter), beide bis zum Ende der Bebauung. Aus dem Gemeinderat kam der Vorschlag, eigene Lärmmessungen durchzuführen. Wahl erklärte, dass diese „sofort in den Papierkorb“ fliegen, da die Berechnungen gesetzlich vorgegeben seien. Er führte an, dass bei der Berechnung ein leichter Wind von der Lärmquelle her angenommen werde. Aus dem Gremium kam der Hinweis, dass die Autobahn bei bestimmten Wetterlagen besonders stark zu hören sei. Wahl entgegnete, dass dies nicht berücksichtigt werde.