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Weil ein 49-jähriger Mofafahrer in Neuenbürg zu betrunken war, konnte das Atemalkoholmessgerät der Polizei nicht mehr einwandfrei funktionieren. Überdies musste die Zeit in der Ausnüchterungzelle für ihn verlängert werden, weil sein Promillegehalt beim ersten Entlassungsversuch immer nochz zu hoch war.
Weil ein 49-jähriger Mofafahrer in Neuenbürg zu betrunken war, konnte das Atemalkoholmessgerät der Polizei nicht mehr einwandfrei funktionieren. Überdies musste die Zeit in der Ausnüchterungzelle für ihn verlängert werden, weil sein Promillegehalt beim ersten Entlassungsversuch immer nochz zu hoch war. © dpa
30.05.2011

Verlängerte Ausnüchterung für blauen Mofafahrer

NEUENBÜRG. Laufen und stehen konnte er nicht mehr, aber mit dem Mofa fahren wollte ein 49-Jähriger am Sonntagmorgen schon noch. Ein aufmerksamer Verkehrsteilnehmer hatte den Volltrunkenen jedoch an der Weiterfahrt gehindert und die Polizei gerufen. Der Mofafahrer war so betrunken, dass er sich nicht mehr selbst auf den Beinen halten und der polizeiliche Atemalkoholtest mit ihm nicht mehr absolviert werden konnte.

Überdies musste der Gewahrsam in der Ausnüchterungszelle verlängert werden, weil Beamte beim 49-Jährigen nach sechs Stunden auf der harten Liege im Polizeirevierkeller immer noch zu viel Promille gemessen hatten.

Am Sonntag um 9.30 Uhr alarmierte ein Verkehrsteilnehmer das Polizeirevier Neuenbürg. Er hatte bis dahin versucht, den Betrunkenen davon abzuhalten, aufs Mofazu sitzen und fortzufahren. Wenn es denn bei dem herumtorkelnden Fahrer funktioniert hätte. Wie sich herausstellte, kam der Mofafahrer zuvor an die Totaltankstelle im Gewerbegebiet Wilhelmshöhe gefahren, wo er sich einen Sechserpack Bier und zehn Fläschchen Jägermeister kaufte. Sechs Jägermeister hatte er bis zum Erscheinen der Polizeibeamten bereits getrunken.

Der Betroffene war so alkoholisiert, dass ein Atemalkoholtest mit ihm nicht mehr durchgeführt werden konnte. Zur Ausnüchterung wurde er auf das Polizeirevier Pforzheim-Nord verbracht.

Als der Mann gegen 16 Uhr wieder aus dem Gewahrsam entlassen werden sollte, stellte sich heraus, dass er immer noch eine Atemalkoholkonzentration von 2,4 Promille aufwies. Aus diesem Grund wurde durch einen Bereitschaftsrichter der Gewahrsam entsprechend verlängert. Demnach dürfte der 49-Jährige zum Zeitpunkt seiner Gewahrsamnahme weit über 3 Promille gehabt haben.

Das aber dürfte so unnormal nicht gewesen sein. Denn im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Betreffende einen Tag zuvor wegen einer Trunkenheitsfahrt mit seinem Fahrzeug bereits im Bereich Karlsruhe angehalten und angezeigt wurde. pol