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So viel Schutz wie möglich bei der Arbeit in Gartenhütten oder Kellern empfehlen die Gesundheitsexperten in der Region. Foto: Ketterl, Archiv
So viel Schutz wie möglich bei der Arbeit in Gartenhütten oder Kellern empfehlen die Gesundheitsexperten in der Region. Foto: Ketterl, Archiv © privat
19.06.2017

Vermehrt Infektionen: Schutz vor Hantaviren im Mäusekot

Pforzheim/Enzkreis. Hantavirus-Infektionen sind auf dem Vormarsch und beunruhigen Hobbygärtner in der Region. Die PZ erklärt, wie man sich schützen kann und was bei einer Infektion passiert.

Von der Leiter fallen oder Schnittverletzungen: Das sind typische Gartenunfälle. Eine Gefahr für die Gesundheit kann aber auch in alten Schuppen und Scheunen lauern, wenn der Hobbygärtner beim Saubermachen dort mit Kot, Urin oder Speichel von Rötel- oder Brandmäusen in Berührung kommt. Sie können über ihre Ausscheidungen das Hantavirus übertragen, das derzeit in Baden-Württemberg wieder auf dem Vormarsch ist (die PZ berichtete). Als rasant bezeichnen Experten den Anstieg der Erkrankungen landesweit. In der Region ist die Entwicklung nicht so dramatisch. Anfang Juni registrierte das Gesundheitsamt Enzkreis-Pforzheim neun Fälle. Das sind fünf mehr als im gesamten Vorjahr, aber auch viel weniger als in einem Jahr wie 2010, als 47 Bürger in der Region erkrankt waren.

Was ist der beste Schutz gegen eine Infektion? Eine Impfung gegen Hantaviren gibt es nicht, sagt Gesundheitsamtsleiterin Dr. Brigitte Joggerst. Wer sich schützen will, muss daher einiges beachten. Sachgebietsleiter Dr. Arnd Goppelsröder empfiehlt beim Saubermachen von Gartenhütten Arbeitskleidung oder einen Einmal-Overall, Gummihandschuhe und bei Staubentwicklung einen möglichst eng anliegenden Mundnasenschutz. Und am besten, so Dr. Joggerst, wirbele man erst gar keinen Staub auf und sorge vor der Arbeit für Feuchtigkeit am Boden.

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