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In Paris griffen französische Polizisten - hier ein Archivfoto von 2016 - die Vermisste auf.
In Paris griffen französische Polizisten - hier ein Archivfoto von 2016 - die Vermisste auf. © dpa
16.04.2018

Vermisste 18-Jährige in Paris aufgegriffen - Opfer eines Verbrechens?

Pforzheim/Paris. Vier Tage nach ihrem Verschwinden ist die vermisste 18-Jährige aus dem westlichen Enzkreis wieder aufgetaucht: Am Sonntagabend informierten zwei Beamte die Großeltern, dass die junge Frau in Paris gefunden wurde.

Entsprechende Angaben ihres Großvaters bestätigte Ralf Minet, Sprecher des Polizeipräsidiums Karlsruhe, gestern der PZ. Gegenüber der französischen Polizei sagte sie aus, Opfer eines Sexualdelikts geworden zu sein. Weitere Hintergründe – über etwaige Verdächtige, aber auch wann und wie sie gefunden wurde – sind der hiesigen Polizei noch nicht bekannt.

Sie war am Mittwoch nach ihrem Schulbesuch in Pforzheim nicht mehr aufgetaucht.

„Sie war wohl kaum ansprechbar und wurde für Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht“, berichtete ihr Großvater, bei dem sie lebt. Heute wolle er die 18-Jährige abholen. Er kritisierte die Polizei dafür, nicht öffentlich nach seiner Enkelin gesucht zu haben: „Die haben unsere Sorgen nicht ernstgenommen.“ Die Polizei hatte keine Anhaltspunkte dafür gesehen, eine Suchaktion zu starten – auch, weil die Enkelin volljährig ist. Jedoch habe man sie zur Fahndung ausgeschrieben gehabt, so Minet. Deswegen sei sie von den französischen Kollegen aufgegriffen worden. Nach ihrer Rückkehr werde man sie befragen.


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