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Von Keltern aus machte sich ein Siebenjähriger per Bus auf zur Pforzheimer Schlössle-Galerie. Daheim wurde das vermisste Kind von der Polizei gesucht. 

Vermisster 7-Jähriger aus Ellmendingen von Pforzheim-Ausflug heil zurück

Keltern-Ellmendingen. Während in der Mehrzweckhalle in Keltern-Ellmendingen die Gemeinderatssitzung begann, in der unter anderem eine mögliche Zusammenlegung der Kelterner Grundschulstandorte diskutiert wurde, hatten sich zuvor auf dem Parkplatz des TuS Ellmendingen Polizeifahrzeuge gesammelt. Der Grund: Die Beamten suchten, unterstützt von einem Polizeihubschrauber und einem Mantrailer-Hund, nach einem siebenjährigen Schüler der Johannes-Kepler-Grundschule.

Die Suche konnte kurz nach 20 Uhr beendet werden. Der Junge war wohlauf zu Hause angekommen. Er hatte anscheinend nach der Schule den Bus genommen und war nach Pforzheim gefahren. Auf dem gleichen Weg war er nach eigenen Aussagen wieder nach Hause zurückgekehrt. Dort hatte er erzählt, dass er sich in der Schlössle-Galerie aufgehalten hat.

Der erst vor kurzem nach Keltern gezogene Junge hatte am Dienstag Unterricht bis 13 Uhr. Danach verlor sich seine Spur. Er war nicht zu Hause angekommen, hatte offenbar auch niemand über seinen Pforzheim-Ausflug informiert. Die alarmierte Polizei versuchte, mit einem speziell trainierten Spürhund die Spur des Siebenjährigen zu verfolgen. Sechs Streifenwagen-Besatzungen halfen dabei am Boden, ein Hubschrauber suchte aus der Luft. Vergebens.

Zuvor schon hatte die Polizei zum Beispiel Keltern passierende Busunternehmen über das Verschwinden des Kindes informiert, um Busfahrer sensibel zu machen, auf junge Fahrgäste zu achten. Mögliche Hinwendungsorte wurden ebenfalls aufgesucht, Klassenkameraden und Nachbarn befragt. Am Ende hatte der Siebenjährige bei seinem Besuch in der Schlössle-Galerie nicht nur Abenteuerlust, sondern auch ein beachtliches Maß an Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein bewiesen.

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