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08.11.2018

Verunsicherung in Birkenfeld über Schülerbeförderung

Birkenfeld. Was jetzt bei einer Sitzung an der Ludwig-Uhland-Schule (LUS) in Birkenfeld bekanntgegeben wurde, macht Elternbeirätin Kathrin Süsser Bauchschmerzen: Künftig sollen keine Schulbusse mehr im Ort verkehren.

Ab dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember sollen die Schüler der Grund-, Haupt- und Realschule auf Linienbusse umverteilt werden, so Süsser. Der Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis (VPE) teilt dazu mit: „Zu den neuen Linien verkehren zusätzlich Schulbusse, wo deren Kapazität nicht ausreicht.“ Demnach tragen diese Busse künftig die Nummern 916, 917 und 918. Bereitgestellt würden sie ab Dezember – wie auch die übrigen Birkenfelder Linien – von der Firma Müller-Reisen. Außerdem seien die neuen Linienfahrpläne mit der LUS mehrfach – zuletzt Ende September – so abgestimmt worden, „dass es auf die Unterrichtszeiten passt“, so VPE-Planungsleiter Matthias Gruber. Richtig sei aber, dass künftig die Schulbusse von Neuenbürg her und von Arnbach über Gräfenhausen entfallen. Süsser befürchtet deshalb, dass nach der Umstellung „Kinder an den Haltestellen stehenbleiben werden.“ Denn schon jetzt seien Busse häufig überfüllt. Dazu sagt Gruber: „Auf den Linien 715, 717 und 718, die die Schulbusse ersetzen, werden künftig Gelenkbusse eingesetzt.“

Von den Veränderungen seien auch Schüler des Neuenbürger Gymnasiums und der Wilhelm-Ganzhorn-Schule in Conweiler betroffen, so Gruber. Die Bürger dort würden in Kürze mit Flyern über die Änderungen informiert Problematisch sehen die Eltern auch die neue Haltestelle, die gegenüber der LUS für die verlegten Linien 716 und 718 eingerichtet wird. Für Birkenfelds Bürgermeister Martin Steiner aus Sicherheitsgründen keine optimale Lösung, wenn die Busse beiderseits auf gleicher Höhe halten: „Ich kann die Bedenken nicht entkräften.“ Es bestehe die Gefahr, dass die Kinder nach Unterrichtsschluss trotz unübersichtlicher Verkehrssituation schnell über die Straße rennen, um den Bus zu kriegen. „Wir werden die Situation beobachten und vielleicht bietet sich als Alternative ja eine Haltstelle ein paar Meter weiter an“, so Steiner.