nach oben
Eine Lieferung mit sechs Welpen wurde vor drei Wochen bei Nöttingen entdeckt. Sie wurden im Tierheim zuerst gebadet. Fotos: privat
Eine Lieferung mit sechs Welpen wurde vor drei Wochen bei Nöttingen entdeckt. Sie wurden im Tierheim zuerst gebadet. Fotos: privat
Die kleinen Hunde müssen noch einige Zeit in Quarantäne bleiben.
Die kleinen Hunde müssen noch einige Zeit in Quarantäne bleiben.
05.02.2016

Veterinärämter warnen vor illegalem Geschäft mit Billig-Welpen

Die sechs Welpen sitzen verängstigt auf der Laderampe des Transporters. Ihr Zustand: miserabel. Ihre Zukunft: wochenlange Unterbringung im Tierheim, wo sie in Quarantäne gehalten werden müssen. Mit Glück werden sie überleben.

Das Veterinäramt hat wieder einmal illegalen Welpenhandel verhindert – allerdings: Wenn die Mitarbeiter auf den Plan treten, ist das Hundekind bereits in den Brunnen gefallen: „Der illegale Welpenhandel ist ein massenhaftes Phänomen – und wir erwischen nur die Spitze des Eisbergs“, meinen die Chefs der Veterinärämter Dr. Ulrich Dura für den Enzkreis und Dr. Siegfried Rempfer für Pforzheim gemeinsam mit der Veterinärin Dr. Susanne Seemann im PZ-Gespräch.

Dabei sind die Veterinäre auch auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Wie vor drei Wochen, als der besagte Transporter einer aufmerksamen Passantin an der Autobahn-Ausfahrt Süd bei Nöttingen auffiel. Damals entdeckte die Polizei die sechs Welpen, die in der Region den Besitzer wechseln sollten. Die Tiere sind immer noch in Quarantäne: Ein Problem für das Tierheim, weil es noch keine gesonderte Quarantäne-Station gibt. Bei einigen Hunden ist inzwischen eine Virus-Erkrankung festgestellt worden, die tödlich enden kann. Wer einen Welpen aus illegalem Handel kauft, muss mit solchen Problemen rechnen: kranke Tiere, die möglicherweise sterben, hohe Arztkosten und natürlich die Beschlagnahme der Tiere.

„Die Leute sind da oft sehr blauäugig“, meint Dr. Dura.