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Ausgezeichnet: Rainer Zillinger (von links), Michael Kern, Marc Dittus, Markus Weber, Ralph Bauer und Bürgermeister Matthias Leyn. Fux
Ausgezeichnet: Rainer Zillinger (von links), Michael Kern, Marc Dittus, Markus Weber, Ralph Bauer und Bürgermeister Matthias Leyn. Fux
05.03.2017

Viel Arbeit für Schömbergs Einsatzkräfte

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter der Feuerwehr Schömberg. Mit 90 Einsätzen, vor zehn Jahren waren es noch 58, steigt die Alarmierung der Feuerwehr stetig an.

Zu den Einsätzen zählen beispielsweise der Brand in der Neujahrsnacht in Bieselsberg und auch der spätere Lagerhallenbrand – ein Totalbrand im selben Ortsteil, aber auch Unfälle und ein Autobrand.

„Die Verlagerung von Aufgaben auf die Schultern der Freiwilligen kann in diesem Maße nicht weitergehen“, mahnte Schömbergs Gesamtwehrkommandant Rainer Zillinger im Rahmen der Jahreshauptversammlung. „Viele übertragene Aufgaben werden oder können aktuell nicht ausgeführt werden. Das darf nicht verschwiegen, sondern muss offen gesagt werden“, so der Kommandant. Auch das Strategiepapier „Förderung des Ehrenamts“ werde von vielen Kommunen nur sehr vereinzelt als Lektüre herangezogen.

„Freiwillig darf nicht unentgeltlich sein. Alle Verantwortlichen haben die Aufgabe, alle vier F – Familie, Feuerwehr, Firma und Freizeit – so abzustimmen, dass diese Bereiche in einem wohl dosierten Gleichgewicht zueinander stehen“, wie der Gesamtwehrkommandant unterstrich. Klare Worte fand Zillinger in Sachen Funkalarmierung. „Die derzeit in Schömberg auftretenden Schwierigkeiten mit der Funkalarmierung müssen dringend behoben werden.“ Denn verlässliche Ausrückzeiten seien nur mit einer verlässlichen Alarmierung zu machen. „Die Kommunikationskultur war suboptimal und kam bei der letzten gemeinsamen Sitzung nicht von meiner Seite zu kurz. Ich möchte hier sehr gerne auf einen guten Weg zurückfinden, davon profitieren alle Beteiligten“, sagte Zillinger. Schömbergs Bürgermeister Matthias Leyn betonte die Wichtigkeit einer Gesamtwehr, aber auch der Teilortswehren und sprach von einem gelebten Mehrgenerationenmodell in der Feuerwehr.

Viel Lob und Anerkennung gab es für eine der wichtigsten Säulen in der Wehr, nämlich für die Gesamtjugendfeuerwehr, die 30-jähriges Bestehen feierte. Gut angekommen ist ebenso ein Werbeflyer für die Gesamtwehr, die derzeit 174 Einsatzkräfte zählt. Auch Fahrzeugbeschaffungen und vieles mehr waren im vergangenen Jahr Themen, so auch die Arbeitszeitberechnung für den hauptamtlichen Gerätewart und die damit verbundene Aufstockung.

Welch ereignisreiches Jahr hinter der Wehr liegt, ging aus dem Bericht von Jochen Buchholz hervor, der die erkrankte Schriftführerin Michaela Fischer vertrat. Auf einen positiven Kassenbericht verwies Oliver Maisenbacher. Auf insgesamt 2662 Stunden Jugendarbeit mit 35 Jugendlichen und zahlreichen Aktivitäten konnte Jugendleiter Holger Rössler hinweisen.