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Na endlich: Über den Baubeginn der Westtangente freuen sich vor wenigen Monaten (von links) Fritz Sinzenich (Weststadtbürgerverein), Andre Schöttle und SPD-Stadtrat Jens Kück (beide im Vorstand Naturfreunde). Foto: Ketterl
Na endlich: Über den Baubeginn der Westtangente freuen sich vor wenigen Monaten (von links) Fritz Sinzenich (Weststadtbürgerverein), Andre Schöttle und SPD-Stadtrat Jens Kück (beide im Vorstand Naturfreunde). Foto: Ketterl
16.03.2016

Viel Geld für die A8 im Enztal und die Pforzheimer Westtangente

Das Bundesverkehrsministerium in Berlin hat die Zusagen für zwei wichtige Straßenbauvorhaben in der Region eingehalten.

In der Rangliste des neuen Verkehrswegeplans 2030, den Minister Alexander Dobrindt (CSU) jetzt vorstellte, stehen der Ausbau der A8 im Enztal sowie der gestartete Bau der Pforzheimer Westtangente weit vorne. Für den sechsspurigen A8-Umbau stehen knapp 150 Millionen Euro zur Verfügung, der eigentliche Bau beginnt Mitte 2018.

Kurios sind die Angaben des Bundes zur Pforzheimer Umfahrung: Der Bau von der Wilferdinger Höhe bis zur Dietlinger Straße war bisher mit rund 20 Millionen Euro veranschlagt worden, der Bund gibt nun aber 50 Millionen Euro frei. Der zweite Bereich bis zur B294 soll 56,5 Millionen Euro kosten – ursprünglich war eine Gesamtsumme von rund 70 Millionen Euro genannt worden, jetzt sind es unterm Strich 106,5 Millionen.

Hohe Priorität hat die Beseitigung des B10-Engpasses zwischen Pforzheim-Eutingen und Niefern. Im Visier hat der Bund weiter Ortsumgehungen in Bretten und Bauschlott sowie den Calwer Tunnel.

Die Bundestagsabgeordneten Katja Mast (SPD) und Gunther Krichbaum (CDU) zeigten sich „hochzufrieden mit den hohen Investitionen für die Region“. Enttäuscht ist dagegen Matthias Lieb aus Mühlacker: Der Vorsitzende des Verkehrsclubs (VCD) vermisst die Behebung von Engpässen im Schienennetz sowie die Rückstufung des zweigleisigen Ausbaus der Gäubahn von Stuttgart nach Zürich.