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Horst Vahsen (Zweiter von links) freut sich mit Vdk-Kreisvize Helmut Dolderer (von links), VdK-Bezirkschef Jürgen Neumeister, seiner Frau Marlies und seinem Stellvertreter aus Schömberg, Jürgen Saladin, über seine Ernennung zum Ehrenvorsitzenden des VdK in Schömberg.  Foto: Biermayer 

Viel Lob versüßt den Abschied: Wechsel an der Spitze des Schömberger Sozialverbands

Schömberg. Wer in Schömberg an den Sozialverband VdK denkt, der hat sofort ihn im Kopf: Horst Vahsen. Der mittlerweile 79-Jährige steht dem Ortsverband in Schömberg seit 2003 vor. Am Sonntag wurde er im Rahmen der Hauptversammlung in der unteren Kapfenhardter Mühle verabschiedet. Er hatte sich selbst dazu entschieden, nach fast 20 Jahren nicht mehr als Vorsitzender zu kandidieren. Vahsen nutzte das für einen Rückblick auf seine Amtszeit. Anfangs habe es noch die Überzeugungsarbeit seiner Frau Marlies gebraucht, erinnerte er sich. Aber seither habe er die Entscheidung, den VdK anzuführen, nicht bereut. Im Gegenteil – er habe viel gelernt und erleben dürfen. Dafür sei er allen Kollegen dankbar.

„Es hat mir gutgetan und ich hab es gerne gemacht“, Vahsen

Außerdem, so der scheidende VdK-Chef, „hat mir die Zeit ganz persönlich geholfen, in der Spätphase meines Lebens offenzubleiben für neue Ideen und technische Entwicklungen.“ Ganz besonders bedankte er sich bei seiner Frau und beim abwesenden Bürgermeister Mathias Leyn. „Es hat mir gutgetan und ich hab es gerne gemacht“, zog Vahsen das Fazit seiner Amtszeit.

70. Jubiläum als Höhepunkt

Höhepunkt sei das 70. Jubiläum des VdK vor zwei Jahren gewesen. Auch auf die Neubelebung der Info-Cafés sei er stolz. Und die zahlreichen Ausfahrten hätten allen Spaß gemacht. Zudem habe man in Schömberg Läden und Restaurants dabei geholfen, barrierefrei zu werden. In so einer langen Zeit gebe es auch immer wieder Projekte, die nicht funktionierten. Aber trotzdem sei die Tätigkeit persönlich erfüllend gewesen.

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Region

70 Jahre VdK Schömberg: Eine Frau ist seit der ersten Stunde dabei

Vahsen war zudem früher im Wintersportverein und im Motosport Club tätig. „Insgesamt 82 Jahre Ehrenamt waren das“, habe er mal ausgerechnet. Und ganz vorbei ist das noch nicht. Auf Kreisebene bleibe er im VdK noch bis ins nächste Jahr aktiv, auf Landesebene sogar noch bis 2024.

Viele warme Worte und Geschenke bleiben an so einem Tag natürlich nicht aus. Der langjährige stellvertretende Vorsitzende Jürgen Saladin zählte Vahsens Verdienste auf. Seit 1967 ist er Mitglied. Als Vorstand habe er viele neue Mitglieder gewonnen, 312 sind es aktuell. Die ehrenamtliche Sozialberatung habe er mitgeprägt. Für sein Engagement habe Vahsen dann folgerichtig 2019 die Ehrennadel des Landes erhalten. Saladin bedankte sich bei Vahsen und dessen Frau für deren Einsatz.

Loblied auf Vahsen

Es stand noch eine große Überraschung für den scheidenden Vorsitzenden an. Saladin hatte eine Urkunde mit allen nötigen Unterschriften dabei, die den 79-Jährigen zum Ehrenvorsitzenden ernennt. Ein sichtlich gerührter Vahsen rang danach etwas mit den Worten. „Das ist eine sehr sehr große Ehre“, bedankte er sich. Der Ortsverband liege ihm sehr am Herzen.

Lob gab es zudem noch vom stellvertretenden Kreisvorsitzenden Helmut Dolderer. Vahsen sei für ihn schon immer ein väterlicher Freund und habe stets die Belange der Basis im Blick gehabt. Bezirkschef Jürgen Neumeister überbrachte die Grüße vom Landesvorstand und dankte Vahsen, dass dieser ihm immer den Rücken gestärkt habe.