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Diskutiert wurde mit dem FDP-Landtagsabgeordneten Erik Schweikert (Mitte) und der Ortsvereinsvorsitzenden Bärbl Maushart (rechts). Foto: Biesinger
Diskutiert wurde mit dem FDP-Landtagsabgeordneten Erik Schweikert (Mitte) und der Ortsvereinsvorsitzenden Bärbl Maushart (rechts). Foto: Biesinger
13.07.2018

Viel Redebedarf zur Windkraft: FDP-Landtagsabgeordneter Erik Schweickert in Straubenhardt

Straubenhardt. Einmal mehr stand die Windkraft im Mittelpunkt einer Diskussion, zu der diesmal der FDP-Landtagsabgeordnete Erik Schweikert Interessierte nach Straubenhardt eingeladen hatte. Im Fokus war dabei der Teilregionalplan, nachdem das Thema mit den bestehenden Windkraftanlagen in der Region noch nicht abgeschlossen ist und auf dem Dennacher „Heuberg“ weitere Windvorranggebiete ausgewiesen werden sollen.

Straubenhardts FDP-Ortsverbandsvorsitzende Bärbl Maushart stellte die Frage in den Raum, ob Windkraftanlagen überhaupt sinnvoll seien. Mit der Aussage „Man muss nur hinschauen, wie oft die elf Windräder in Betrieb sind“, gab sie auch gleich die Antwort dazu.

Schweickert gab zu verstehen, dass er von den 14 Standorten im Enzkreis, wenn überhaupt, lediglich einen (Mönsheim) für geeignet hält, nachdem er sämtliche ausgewiesenen Gebiete zuvor persönlich begutachtet habe: „Wir haben hier die windärmste Region in ganz Baden-Württemberg.“

Bei der lebhaften Diskussion war erkennbar, dass fast alle Anwesenden mit der bestehenden Windkraft in Straubenhardt in irgendeiner Weise konfrontiert sind. Eine Teilnehmerin aus dem Teilort Pfinzweiler berichtete beispielsweise davon, dass sie seit Bestehen der Anlage, unter einer sogenannten Schallkrankheit leide und sie ein Vierteljahr lang nicht mehr in ihrem Eigenheim wohnen konnte. Außerdem kenne sie noch mehrere Menschen im Ort, die nachgewiesen mit Bluthochdruck zu kämpfen hätten. Ein weiterer Bürger aus Feldrennach bestätigt diese Aussage durch eigens durchgeführte Schallmessungen.

Heinz Hummel, Sprecher der Bürgerinitiative „Gegenwind Straubenhardt“, machte deutlich, dass sich der derzeitige Standort ja bereits von vornherein auf Grund der Windverhältnisse als ungeeignet erwiesen hätte.

Der FDP-Landtagsabgeordnete versprach am Ende, zwei Dinge mitzunehmen: Den Infraschall in der kommenden Debatte zu berücksichtigen und die Außenplanung unter dem Blickwinkel des Tourismus mit einfließen zu lassen.