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Im Paradies: PZ-Redakteurin Nina Giesecke fühlt sich zwischen all den Kleiderständern bei der „Ladies Night“ im Modeshaus Bertsch wohl. © PZ
28.09.2016

Viel Rouge, viel Blitzlicht und viel Spaß ohne Männer

Schömberg. Die Visagistin legt letzte Hand an. Ich fühle mich fast wie ein Star, als sie meine Lippen feuerrot schminkt und anschließend noch etwas glitzernden Lipgloss aufträgt. Ich bekomme ausdrucksvolle, dunkle Augenbrauen verpasst und zusätzlich jede Menge Rouge auf die Wangen gepinselt. So viel Make-up hatte ich zuvor noch nie im Gesicht – doch heute Abend ist auch kein gewöhnlicher Abend. Denn kurze Zeit später stehe ich schon im Scheinwerferlicht.

„Bitte lächeln“, sagt die Fotografin und schießt ein Bild nach dem anderen, während ich mich von rechts nach links drehe. Ich trage dabei ein modisches Strickkleid mit Bomberjacke – aktuell der letzte Schrei, wie mir Natalie Kirschner, Verkäuferin beim Modehaus Bertsch in Schömberg bestätigt. Bei der „Ladies Night“, die dort an diesem Abend stattfindet, komme nicht nur ich voll auf meine Kosten. Bestimmt hundert andere Frauen tummeln sich zwischen den unzähligen Kleiderständern, immer auf der Suche nach den neuesten Trends, nach Figurschmeichlern oder dem ausgefallensten Look.

Bildergalerie: Ninas Ding: Ladies Night in Schömberg

„Der Wohlfühlfaktor steht ganz klar im Vordergrund“, erklärt Ursula Bertsch. Die Geschäftsführerin will, dass alle Damen sich einmal wie Prinzessinnen fühlen und tragen können, was sie möchten – deshalb sind an diesem Abend auch keine Männer erlaubt. Auch gut, finde ich. Die haben ja meistens schon nach fünf Minuten keine Lust mehr und setzen sich lieber mit dem Handy in die Ecke.

Zum Rundum-Paket gehört ein modisches Umstyling mit anschließender Parfüm-Probe, passendem Make-up und als i-Tüpfelchen das professionelle Fotoshooting. Fast ein kleiner Marathon, den die anderen Frauen und ich an diesem Abend absolvieren. Und alles auf hohen Schuhen. Nach der gelungenen Shoppingtour gibt es schließlich ein Glas Sekt – und das ist auch dringend nötig nach dieser ganzen Aufregung. Sonst bekomme ich womöglich noch Starallüren vor lauter Rampenlicht.