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In der Nacht war den Schwimmern die Wärme des Wassers im Remchinger Schlossbad besonders lieb und teuer. Viele Besucher nutzten mit dem DLRG-Event eine der letzten Chancen der Saison, um hier ihre Bahnen zu ziehen. Foto: Zachmann
In der Nacht war den Schwimmern die Wärme des Wassers im Remchinger Schlossbad besonders lieb und teuer. Viele Besucher nutzten mit dem DLRG-Event eine der letzten Chancen der Saison, um hier ihre Bahnen zu ziehen. Foto: Zachmann
10.09.2017

Viele Teilnehmer beim 1111-Minuten-Schwimmen der DLRG in Remchingen

Remchingen. Freitagabend, 21 Uhr im Remchinger Schlossbad: Während andere gemütlich auf der Fernsehcouch sitzen oder bereits bettfertig in Träumen schwelgen, stürzen sich dutzende ambitionierte Schwimmer ins erfrischende Nass des großen Freibadbeckens.

Mitten im Mondschein seine Bahnen ziehen oder dem Sonnenaufgang entgegen kraulen – von der Fünfjährigen bis zum Neunzigjährigen wollten sich rund 130 Teilnehmer des 1111-Minuten-Schwimmens der DLRG Remchingen dieses Erlebnis nicht entgehen lassen.

Innerhalb von 18 Stunden und 31 Minuten legten die Schwimmer, die in der Einzelwertung mit beliebigen Pausen, bei Cups oder als Staffel antreten konnten, sage und schreibe 1215 Kilometer zurück.

„Aus Spaß an der Freude war uns danach, das Ganze einmal mitzumachen – wenn man nachts schon mal legal hier rein kommt“, erklärten Antje aus Wilferdingen und ihre Freundin Mandy aus Kämpfelbach dick eingepackt nach den ersten Bahnen. Bei frühherbstlichem Wetter wussten sie die angenehmen Temperaturen im beheizten Becken zu schätzen. „Ob sportliche Eltern, ambitionierte Kinder, Freizeitschwimmer oder Langstreckenkrauler – alle nutzen noch einmal eine der letzten Gelegenheiten, ins Freibad zu gehen“, lobte der Remchinger DLRG-Vorsitzende Markus Gartner die hohe Beteiligung. Die DLRG, die das ganze Jahr über Aufsicht in den Remchinger Bädern macht, bekam beim Bahnen-Zählen eifrig Unterstützung von befreundeten Vereinen: „Man ergänzt sich – diese Wertschätzung zeigt, dass die Vereinsgemeinschaft in Remchingen lebt“, freute sich Gartner.

Picknick im Mondschein

Auch begeisterte Zuschauer zog das Event ins Schlossbad: Während sich der Neunjährige Jannis Stoll, seine Schwester Leonie und ihre Freundin Levina Keller zum Becken begaben, nutzten ihre Mütter Yvonne und Nicole die Gelegenheit, um beim Mondscheinpicknick auf der Liegewiese auf den Abschluss der Ferien anzustoßen. Sportlich ambitioniert startete dagegen Lukas Ewald durch. Immer eine Stunde schwimmen, dann eine Verschnaufpause mit wärmender Decke und Energienachschub aus Müsliriegeln – und wieder ab ins Wasser: „So habe ich vor, die ganze Nacht durchzumachen“, erklärte der 19-Jährige aus Königsbach, der von Emma Rosenkranz fleißig angefeuert wurde.